Chöre treffen sich zum ökumenischen Singen und Grillen

Seit 30 Jahren: Freundschaft zwischen den „Gickeln“

Groß-Zimmern - Singen verbindet. Im Fall des evangelischen und des katholischen Kirchenchors ist aus der Leidenschaft ein Zeichen für gelebte Ökumene geworden. Am Freitag wurde an der katholischen Kirche in Zimmern zum 30. Mal die Sängerfreundschaft zwischen den „Gickeln“ gefeiert. Von Julia Glaser 

Zwei Diven auf Kriegsfuß, die für viel Gelächter sorgten: Gisela Blome und Claudia Kointza als Opernsängerinnen, die sich gegenseitig die Bewunderung des Publikums streitig machen.

Bei einem Grillabend auf der Ranch der katholischen Kirche erinnerten sich am Freitagabend Mitglieder beider Chöre an die vergangenen Jahre. Christel Sänger vom evangelischen Kirchenchor fasste den Geburtsmoment der Verbindung in ihrer Ansprache dichterisch zusammen: „Was damals begann als Plausch in der ‚Zimmerner Au‘, genannt die ‚A‘, das besteht seit 30 Jahr.“ Zusammen mit ihrem Mann Erwin und dem Ehepaar Agnes und Erwin Darnieder vom katholischen Kirchenchor hatte sie die Idee, sich häufiger zu treffen, als einmal im Jahr beim    gemeinsamen Adventssingen. Gesagt, getan: 1985 fand der erste gemeinsame Grillabend statt, dem noch viele folgen sollten. Ausgerichtet werden diese Treffen immer  abwechselnd, außerdem laden sich die Chöre gegenseitig zu Veranstaltungen ein. Und das Advents-  singen der Ökumene gibt es natürlich immer noch. Sogar ein gemeinsames Liederbuch mit geistlichen und weltlichen Beiträgen ist inzwischen aus dieser Freundschaft hervorgegangen.

Eingeladen zur Feier war auch der katholische Kirchenchor St. Valentin aus Eppertshausen, mit dem man eine Chorfreundschaft pflegt. Zustande gekommen ist dieser Kontakt über Heinz Röhrig, der ursprünglich aus Eppertshausen stammt und mit der Kirchenmusik dort verbunden ist. Leckere Steaks und eine große Auswahl selbstgemachter Salate boten den kulinarischen Rahmen für den Abend, an dem aber selbstverständlich auch die Musik selbst eine große Rolle spielte.

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Den Einstieg boten Gisela Blome und Claudia Kointza, die vielen von ihren beliebten Auftritten auf verschiedenen Fastnachtsveranstaltungen ein Begriff sind. Als aufeinander eifersüchtige Operndiven sorgten sie vor dem Hintergrund einer Arie aus Mozarts Zauberflöte für viele Lacher auf der Ranch. Im Anschluss gab es von den anwesenden Chören mehrere Darbietungen, und der Abend wurde zu einem gemütlichen Miteinander für alle Gäste. Nächstes Jahr trifft man sich dann wieder unter dem „oanern Gickel“.

Rubriklistenbild: © Glaser

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