Grundschülern bekommen Internetkenntnisse

ABC-Siegel für Angelgartenschule

+
Joscha, Rayan und Rihab sind begeistert vom Computerunterricht. 

Groß-Zimmern - Im Computerraum der Schule im Angelgarten (SiA) fühlen sich Schüler und Lehrer wohl. „Inzwischen haben fast alle Kinder auch zu Hause Zugang zu Computer und Internet“, berichtet Schulleiterin Martina Goßmann. Von Gudrun Fritsch

Deshalb sei es um so wichtiger, dass sie den Umgang lernen und die Gefahren kennenlernen. Regelmäßig werden die Geräte aktualisiert, angelernt werden die Kinder von Lehrerinnen wie Laura Klenk. Sie ist auch Abgeordnete für Medienbildung am Landesschulamt und brachte für ihren Einsatz mit Schülern das Siegel „Internet-ABC-Schule“ an die Schule im Angelgarten.

Ob zur Informationsbeschaffung, zum Kommunizieren oder zur Unterhaltung: Das Internet ist fester Bestandteil des Alltags geworden – inzwischen auch für Kinder. So ist die Nutzung des Computers und des Internets relevanter denn je und muss – ebenso wie Lesen und Schreiben – als Kulturtechnik begriffen werden, die so früh wie möglich erlernt werden sollte.

Um zur Bildung von Internetkompetenz anzuregen, haben die Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und das Kultusministerium die Initiative „Internet-ABC-Schule“ ins Leben gerufen. Dabei werden Schulen unterstützt, sich im medienpädagogischen Bereich zu qualifizieren. In dem Projektangebot enthalten sind Schulungen für Lehrkräfte, Elternangebote und Arbeitsmaterialien rund um das Thema Internet und dessen Nutzung.

Medienkompetenz vermitteln

Die Schule im Angelgarten hat als eine von 78 Grund- und Förderschulen aus Hessen die Aufgabe der Medienkompetenzvermittlung mit dem Projekt Internet-ABC im Schuljahr 2013/14 engagiert umgesetzt und den Schülern das nötige Wissen für einen sicheren und kompetenten Umgang mit dem Internet vermittelt. LPR-Direktor Alexander Lorz überreichte ihnen kürzlich das Internet-ABC-Siegel.

„Medien sind in unserem Alltag fest verankert. Nur wer gelernt hat, sie zu analysieren und kritisch zu reflektieren, kann kompetent mit ihnen umgehen“, sagt Klenk, die das Projekt mit Dritt- und Viertklässlern der SiA durchführt.

In Schulen bestehe wie an keinem anderen Ort die Möglichkeit, Kinder, Eltern sowie Lehrkräfte bei dem Erwerb und der Vermittlung dieser Kompetenz zu unterstützen. Überwiegend arbeitet man an der Grundschule mit webbasierten Programmen wie „Antolin“ oder „Zahlen Zorro“.

In den ersten beiden Jahrgangsstufen wird der PC nebenbei im Unterricht eingeführt, ab der dritten Klasse sind die Kurse dann Lerngegenstand. Begriffe werden erklärt, Grundlagen vermittelt und zuletzt auch Rechercheaufgaben bewältigt. Allerdings gehört dieses besondere Angebot nicht zur regulären Stundentafel. An der Angelgartenschule werden hierfür die Zusatzstunden der 104-Prozent-Regelung sowie der Fachunterricht genutzt.

Kommentare