In der Grünen Mitte treffen sich Theatergruppe und Tafel-Fans

Wieder ein großes, weißes Dinner

Passend gekleidet sind auch diese kleinen Mädchen. Foto:Bernauer

Groß-Zimmern - Die Bäume in der Grünen Mitte sind noch grün, was man vom Gras nicht behaupten kann. Das ist derzeit eher gelb und verdorrt. Am Samstagnachmittag überwiegt in der Parkanlage jedoch strahlendes Weiß. Von Ulrike Bernauer

Die Theatergruppe Lampenfieber, hauptsächlich Diana Schmitt, hat ein zweites Mal zum Dinner in White aufgerufen und es sind etliche Weißgewandete erschienen. Weiß sind auch die Stühle, die Picknickdecken und die Tischdekoration, lediglich das Essen muss sich nicht dem Farbdiktat unterwerfen, die Wassermelone beispielsweise setzt einen schönen roten Kontrapunkt.

So mancher hat sich für das Dinner in Unkosten gestürzt. Katharina Kabis-Eck hat für ihre drei Zwillingsmädchen extra weiße Kleidchen gekauft. „Das war gar nicht so einfach. Im Ausverkauf gibt es kaum weiße Kleider.“ Auch sich selbst hat sie neu ausstaffiert. Schon im vergangenen Jahr war sie beim Dinner dabei und ihr, ihren Töchtern und Ehemann Matthias Eck hat es so viel Spaß gemacht, dass sie in diesem Jahr wieder gekommen sind. Zudem spielt Kabis-Eck auch in der Theatergruppe mit.

Viele sind zum zweiten Mal dabei

Viele der Gäste gehören entweder der Gruppe an, oder sind Freunde und Verwandte. Dazu gehören auch Uwe und Waltraud Pachale, deren Tochter gern Theater spielt. Sie sind ebenfalls zum zweiten Mal dabei. „Inzwischen kennen wir die meisten“, sagt Waltraud Pachale und wundert sich ein wenig, dass es weniger Gäste sind als sie dachte. „In Darmstadt zieht das unglaublich die Leute.“

Schmitt begrüßt derweil weitere Gäste, die gerade mit dem Bollerwagen eintreffen. „Auch im vergangenen Jahr sind eine ganze Menge Leute erst kurz vor der Dämmerung gekommen“, sagt sie. Vanessa Reichstein kennt die Veranstalter nicht. Über einen Flyer ist sie auf das Dinner in Weiß aufmerksam geworden. Heute hat die 24-Jährige gleich vier Freundinnen mitgebracht. „Das ist eine schöne Idee. Wir sitzen nett beieinander und können uns unterhalten, später lernen wir vielleicht auch noch die anderen kennen.“ „Das Zwanglose, Unkonventionelle“ schätzt Schmitt an diesem Dinner. Hier können sich die verschiedensten Menschen begegnen und sich kennenlernen. Sie schaut nicht nur auf die Masse der Besucher, „ich glaube nicht, dass es nur erfolgreich ist, wenn ganz viele kommen. Auch für uns ist es schön, wenn wir uns mal zwanglos außerhalb des Theaterspielens treffen können.“ Wobei die Mitglieder der Gruppe auch an diesem Abend die Finger nicht ganz vom Schauspielern lassen können, Sketche aus ihrem Programm tragen sie vor.

Christian Liebmann hat eben ein Lied auf der Gitarre angestimmt, packt das Instrument aber schnell wieder ein. Ein paar Regentropfen sind gefallen, das ist aber nicht von langer Dauer. Den Regen haben Antja und Georg Utz aus Pfungstadtauf der Autobahn überholt. Sie kommen auf Einladung ihrer Tochter Michaela Utz-Janczyk. „Den Schirm haben wir sicherheitshalber dabei“, sagt Antje Utz.

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