Odenwaldklub ehrt Wanderer und Mitglieder

Viele Auszeichnungen mit Eicheln

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Wanderer werden mit Urkunde und Eichel ausgezeichnet, mit im Bunde ist der elfjährige Paul.

Groß-Zimmern - Der elfjährige Paul ist der jüngste Wanderer, der am Sonntag beim Odenwaldklub(OWK) geehrt wird. 12 Punkte hätte er erreichen müssen, um eine Urkunde zu erhalten, 17 Punkte hat sich der Junge zusammen mit Oma Hildegard Selig erwandert. Von Ulrike Bernauer 

Deshalb steht er dabei, als Wanderwartin Erika Neumann diejenigen aufruft, die zum ersten Mal mit einer Auszeichnung bedacht werden. Alle anderen, die mit Paul nach vorne kommen, sind deutlich älter. Hedwig Held ist Jahrgang 1939 und führt diese Gruppe als Alterpräsidentin an, alle anderen sind in den 40er und 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts geboren.

Viele OWK-Mitglieder sind zum Ehrungsnachmittag in die FSV-Gaststätte „Auszeit“ gekommen, um die Ehrungen mitzuerleben, ein Resümee des vergangenen Jahres, aber auch etwas über das neue Programm zu hören. Der Vorsitzende Norbert Kaiser freut sich über die rege Teilnahme an den Wanderungen im Jahr 2014, dabei waren auch fünf Mehrtagesfahrten, die alle komplett ausgebucht waren.

Eicheln für ein besonderes Wanderjahr

Deshalb werden an diesem Sonntagnachmittag auch nicht nur Wanderer mit einer Urkunde für die erste Auszeichnung bedacht. Etliche haben ganz viele Eicheln, jede davon steht für ein erfolgreiches Wanderjahr mit zahlreichen erlaufenen Punkten. Als letztes werden Manfred Lorz und Wilma Schleicher von Erika Neumann geehrt. Die beiden erhalten ihre 42. Auszeichnung, wandern also seit mindestens gleichviel Jahren mit. Da hat der kleine Paul noch einiges vor sich.

Natürlich gibt es auch runde Ehrungen, Jürgen Schleicher erhält seine 40. Auszeichnung, Hans Manetsberger seine 35., Sofie Ries ihre 30. und Erhard Schwepler die 25. Eichel mit Urkunde. Der Vorsitzende Kaiser hat in diesem Jahr mit 31 die meisten Punkte erreicht, dicht auf dem Fuß folgt ihm einer der Neulinge, Rainer Reichert, mit 30 und danach Philipp Pullmann mit 29 Punkten. Geehrt werden neben den Vielwanderern auch langjährige Mitglieder.

Gabriele Meyer, Lioba Nennhuber und Friedrich Schreiber sind seit 60 Jahren Mitglied im OWK, Renate Lorz und Norbert Zurell seit 50 Jahren. Für 40 Jahre werden Rolf und Ilse Brdobek, Ludwig und Helga Held sowie Klaus Schreiber geehrt, für 25 Jahre Heinz Brand, Walter und Ingrid Dölcher, Elisabeth Eckmann, Brigitte Jung, sowie Rainer und Monika Roth.

Vielseitiges Programm für 2015

Auch im Jahr 2015 erwartet die Zimmerner Wanderer wieder ein vielseitiges Programm. Senioren können sich auf 14 Wanderungen und eine Mehrtagesfahrt an den Tegernsee freuen. Jüngere haben die Wahl bei 13 unterschiedlichen Wanderungen. Da wird einmal der Grüngürtel in Frankfurt erlaufen, aber auch die Apfelblüte bei Mömbris bestaunt oder der Rheinsteig begangen. Zwei Mehrtagesfahren werden auch angeboten. Die eine geht in das Elbsandsteingebirge, die andere führt nach Tramin in Südtirol.

Der Bezirksvorsitzende Wolfgang Roth nimmt nicht nur die hohen Ehrungen vor, sondern kündigt auch an, dass er in dieser Funktion das letzte Mal in Groß-Zimmern zu einer Versammlung kommt. „19 Jahre als Bezirksvorsitzender sind genug. Ich will nicht mit dem Krückstock oder mit dem Rollator noch Ehrungen vornehmen.“ Roth hat auch Anekdoten mitgebracht. So relativiert er so manch neue Aufregung, wenn Wildtiere heutzutage bis in die Ortschaften kommen. „Manches, was heute die Menschheit erregt, fand auch schon früher statt.“ Ein graues Borstentier habe das schon in den 30er Jahren in Babenhausen getan, wie Roth aus einem Bericht der dortigen Zeitung aus dem Jahr 1935 vorliest und damit viel Gelächter erntet.

Bürgermeister Achim Grimm dankt dem Vorstand für seinen Einsatz. „Die Arbeit eines Vereinsvorsitzenden war früher noch relativ leicht auszufüllen, heute hingegen sollte ein Vorsitzender am besten Rechtsanwalt, Buchhalter und Notar sein, um keine Fehler bei der Vereinsführung zu machen.“

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