OWK erneuert marodes Dach mit Hilfe von Sparkasse und Werkstätten der Diakonie

Rentnertempel wie neu

+
Der Rentnertempel im Zimmerner Wald ist fast genauso alt wie Karl-Heinz Sehnert vom Sparkassenvorstand (von links), der kürzlich seinen 60. Geburtstag feierte. Wann der Unterstand genau errichtet wurde, wussten jedoch weder Bürgermeister Achim Grimm noch Förster Martin Starke. Auch der Vorsitzende des örtlichen OWKs, Norbert Kaiser, musste passen.

Groß-Zimmern - Eine kleine Versammlung kam am Dienstag im Zimmerner Wald zusammen. So viele Menschen auf einmal sieht man selten an dem alten „Rentnertempel“, wenngleich der sehr rege besucht wird. Von Gudrun Fritsch 

Der Unterstand mit Sitzbänken an der Kreuzung von Schmalem Beckerweg und Forstgartenschneise erhielt ein neues Dach. „Das alte Dach war einfach marode“, berichtete der Vorsitzende des Zimmerner Odenwaldklubs Norbert Kaiser. Der OWK kümmert sich neben der Birkenruhe insgesamt um die Pflege von Hütten im Wald. Für die Erneuerung des Daches fehlten aber die Mittel. „Ich habe mich an die Sparkasse Dieburg gewandt und erhielt sehr bald eine Zusage für die finanzielle Unterstützung“, berichtete Kaiser dankbar. „Die Sparkasse unterstützt gerne Projekte für den Natur- und Umweltschutz“, betonte Karl-Heinz Sehnert vom Vorstand der Sparkasse und überreichte symbolisch einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro.

Wer etwas zur Entstehungsgeschichte des Rentnertempels weiß, kann sich beim LA melden, damit auch diese Informationen veröffentlich werden können.

Ähnlich habe man zuvor auch das Methusalemprojekt mit den Förstern oder die Renovierung der Hütten am Jacobsborn und am Koppelseechen unterstützt. Für die Errichtung der Dachkonstruktion aus Lärchenholz und ohne Dachpappe von oben kamen auf handwerklicher Seite die Dieburger Werkstätten der Nieder-Ramstädter Diakonie (Werk zwei) hinzu. Hier war die Gruppe von Stefan Petermann im Einsatz. Revierförster Martin Starke hatte zuvor am Ende des Schmalen Beckerweges kleinere Bäume gefällt, die den Tempel verschatteten, denn „Sonne ist das wichtigste für einen solchen Ort.“ Seit 40 Jahren kenne er den Rentnertempel und immer seien unterm Dach versteckt Sitzkissen vorhanden gewesen. Auch die Wahl des Lärchenholzes konnte der Förster erklären: „Das ist zwar etwas teurer, hält aber auch ohne Schutzanstrich dauerhaft.“ Eine Antwort auf die Frage, wie alt der Rentnertempel eigentlich ist und wer ihn erbaut hat, wusste jedoch keiner. Bürgermeister Achim Grimm lobte das gelungene Gemeinschaftsprojekt und riet, im Ort nachzufragen.

Kommentare