Kinder- und Jugendförderung lädt in den Ferien zum Experimentieren ein

Daniel Düsentriebs im Juz

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Viel Spaß haben die Ferienspielkinder mit ihren selbst gebastelten Raketen. 

Gross-Zimmern - Ob Raketen aus Filmdosen, gefärbte Blumen oder selbst gezüchtete Kristalle: Im Jugendzentrum (Juz) sind in dieser Woche kleine Entdecker im Einsatz. Unter dem Motto „Einstein zu Gast im Juz“ wird hier gebastelt und geforscht. Von Ulrike Bernauer 

Juliane (7) ist ganz aus dem Häuschen. Die Rakete, die sie zusammen mit anderen Kindern gebastelt hat, ist gestartet. Wie ihr geht es auch den anderen 48 Ferienspielkindern. Die Flugobjekte, die die Kinder gefertigt haben, bergen immer wieder Überraschungen. Ihre Erbauer wissen meist nicht so genau, wann die Raketen durchstarten. Manche fliegen ein, zwei Meter in die Luft, andere machen eher einen kleinen Hüpfer. Auf jeden Fall ist die Freude und Aufregung auf dem Hof des Jugendzentrums groß. „Einstein zu Gast im JuZ“ ist das Motto der ersten Woche der Herbstferienspiele. Die Teamer, unter anderen Marlene Rosenauer, Tim Nunoköhler und Sabrina Merz, die ein Jahrespraktikum bei der Kinder- und Jugendförderung absolviert, haben sich an ihren Chemieunterricht erinnert. Zudem haben sie auch in zahlreichen Büchern gestöbert, um Experimente zu Tage zu fördern, die ungefährlich sind und trotzdem Spaß machen und für Überraschung sorgen.

Der Renner des Tages sind die Raketen, die aus Filmdosen bestehen, die ganz individuell farbig mit Pappe und Papier gestaltet sind. Der Treibstoff, der die Döschen in die Luft befördert, ist ungefährlich. Er besteht aus schnödem Wasser und einer halben Tablette Sport-Iso-Brause. Einmal geschüttelt, gehen die Fluggeräte in die Luft. In einem anderen Raum stehen andere Experimente, die ein wenig mehr Zeit in Anspruch nehmen, um sich zu entwickeln. Nicolas (11), Ben (12), Svenja (11) und Kathleen (11) schauen auf Margeriten, deren Stiele in farbigem Wasser stehen. Sie hoffen, dass die weißen Blüten im Laufe der Woche die Farbe des Wassers annehmen, in dem sie stehen. „Wir haben Lebensmittelfarbe und Tinte genommen“, sagt Nicolas.

Gespannt, ob's denn auch klappt

Svenja ist gespannt, ob es funktioniert, sagt aber auch ganz realistisch: „Wenn die Blumen am Freitag noch weiß sind, dann wissen wir, dass es nicht geklappt hat“. Einen Tisch weiter stehen weitere Gläser mit farbigem Wasser. Hier werden allerdings keine Blumen gefärbt, sondern Kristalle gezüchtet. „Da ist so viel Zucker im Wasser, dass das Wasser mit Zucker gesättigt ist. An einer Schnur im Wasser wachsen dann die Kristalle“, erklärt Ben das Verfahren. Wie Erbsen Gips sprengen können, haben die Kinder auch schon gelernt. „Die getrockneten Erbsen haben wir mit Gips bedeckt. Durch das Wasser im Gips sind die Erbsen aufgequollen und gaben dann den Gips kaputt gemacht“, erinnert sich Nicolas an das Verfahren.

An allen Tagen stehen Experimente auf dem Programm, am Freitag werden die Kinder die spektakulärsten Versuche ihren Eltern vorführen. Bis dahin werden sie aber noch viel Spaß haben, besonders wenn Gruppen von Kindern im Wettkampf gegeneinander antreten. Spannend wird es auch zu sehen, ob eine Kerze auch unter Wasser brennt.

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