Hessenmeisterschaft: Feuer frei für Show- und Gardetänze, Spielmanns-, Hörner- und Fanfarenmusik

Nachwuchstrommler starten mit Gold

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Schöner Erfolg: In der freien Kategorie der Senioren erspielte das Fanfarencorps (Schlagwerk) bei den Landesmeisterschaften eine Silbermedaille.

Gross-Zimmern - Mit einem Feuerwerk aus Musik und Tanz wurde das Pfingstwochenende in der Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule begangen. Zum zweiten Mal richtete das 1. Fanfarencorps Groß-Zimmern die Landesmeisterschaft des Hessischen Musik- und Showverbands aus. Von Ursula Friedrich 

Am Sonntagabend krönten die Gastgeber das Ereignis mit einer Goldmedaille in der Feldshow, Kategorie Naturton. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Erwartung auf den Besucherrängen, volle Konzentration auf der Bühne. Dann ein rhythmisches Feuerwerk auf Snare- und Bassdrums - begeistert präsentierte sich die Schlagwerktruppe des Zimmerner Fanfarencorps. Die Leistung der Musiker, die eine beachtliche Altersspanne vom Grundschüler bis zur Mitspielerin 60plus aufweisen, wurde mit einer Silbermedaille honoriert. Zwei Tage lang hieß es auf der Bühne der Schweitzer-Schule (ASS) Feuer frei für Show- und Gardetänze, Spielmanns-, Hörner- und Fanfarenmusik. Im Hessischen Dachverband sind 22 Mitgliedsvereine und 14 Einzelmitglieder organisiert, die hier zum musikalisch-tänzerischen Wettstreit anrückten. Und, im Falle eines Titels, das Ticket für die Deutschen Meisterschaften lösten.

Nach ihrem Debüt als Gastgeber der Landesmeisterschaft vor sechs Jahren wagte sich das Fanfarencorps nun ein zweites Mal daran, die Großveranstaltung zu stemmen. Ganz nebenbei feierten die Kleinsten des 1969 gegründeten Vereins eine tolle Premiere: Die feurigen Bambini glänzten auf unterschiedlichstem Schlagwerk mit einem dynamischen Vortrag - und erhielten aus dem Stand eine Goldmedaille. Dass die Senioren, 28 musizierende und marschierende Menschen, für die Feldshow in der Kategorie Naturton ebenfalls Gold sowie den Hessenmeistertitel erzielten, wunderte hingegen wenig. Das Fanfarencorps unter Vorsitz von Stefan Strauß brilliert seit Jahren mit einer beständigen Leistung.

Hessenmeisterschaft für Fanfarenzüge: Bilder

Hessenmeisterschaft für Fanfarenzüge: Bilder

Etliche Hessenmeistertitel, Silber bei den deutschen Meisterschaften 2012 in der Wertung Naturton und Marsch und eine Bronzemedaille beim World Music Contest im niederländischen Kerkrade sind die Früchte des harmonischen Zusammenspiels. In der Kategorie Marsch erspielte das Ensemble, das ausschließlich auf Naturtonblasinstrumenten musiziert, diesmal eine Silbermedaille. Die volle Punktzahl heimste das Fanfarencorps auch als Ausrichter der Landesmeisterschaften ein. „Wir wurden allseits über den grünen Klee gelobt“, sagte Pressesprecher Thilo Heß. Der gab das Lob gleich weiter: „Ohne die Mithilfe der Gemeinde, des Bauhofs, etlicher Helfer aus befreundeten Vereinen und der Schweitzer-Schule wäre es nicht zu meistern gewesen.“ Gut 110 Helfer waren am Start, um die Veranstaltung, die auf dem Schulhof mit einem munteren Biergarten, viel Speis´ und Trank fortgesetzt wurde, zu stemmen.

Einen starken Eindruck hinterließ Groß-Zimmern durch seine engagierte Jugendarbeit. Die Bambinitruppe erhielt einen Wanderpokal und eine Spende des Verbands. Das Fanfarencorps rührt seit Längerem die Werbetrommel, um Nachwuchs zu rekrutieren - mit Erfolg. Erstmals seit Jahren verfügt der Verein wieder über einen Jugendzug. Insbesondere die Trommelgruppen unter Leitung von Bärbel Schneider werden förmlich überrannt. „Inzwischen haben wir eine eigene Jugendabteilung gegründet“, berichtete Jugendleiter Fabian Kapp - fünf Kinder und Jugendliche dürfen im Fanfarencorps mit musizieren, das ein Altersspektrum von sieben bis 68 Jahren aufweist.

Nach dem Erfolg am Wochenende wird sich der rührige Musikverein nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern tüchtig weiter proben. Denn nun stehen die Deutschen Meisterschaften an, wo die Farben der Gemeinde wieder bestens vertreten werden sollen. Heß abschließend: „Die Veranstaltung war eine riesen Werbung für die Musik und unseren Verband - wir wünschen uns natürlich noch mehr Mitglieder.“

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