Parlamentarier befürworten Pläne

Grünes Licht für Brücke über Waldstraße

Groß-Zimmern - Zwei Anträge der Firma „Georg und Otto Friedrich“ befürworteten die Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung mehrheitlich. Von Gudrun Fritsch 

Während man sich bei den Beschlüssen über die Behandlung der Stellungnahmen zum Bebauungsplans „Waldstraße 80“  einig war, blieben  die Mitglieder der Grünen beim Satzungsbeschluss und beim zweiten Antrag, der den Bau einer Brücke über die Waldstraße betrifft, skeptisch und enthielten sich der Stimme.

Das Unternehmen will expandieren. Einig ist man sich fraktionsübergreifend, dass man den wohl größten Gewerbesteuerzahler und Arbeitgeber im Ort halten will. Folglich gaben die Parlamentarier grünes Licht für das Baurecht seitens der Gemeinde. Die Firma beabsichtigt eine Fußgängerbrücke über die Waldstraße zur Anbindung des geplanten Neubaus an die Bestandsgebäude zu errichten. Im neuen Gebäude sollen 15 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, die in direkter Verbindung mit dem Bürogebäude des Bestandes stehen. Ein ständiger Fußgängerverkehr über die Waldstraße werde damit notwendig. Um eine verkehrssichere Verbindung herzustellen, wäre eine Brücke die beste Lösung, begründet das Unternehmen seine Pläne. Weiterhin soll die Brücke eine Anbindung zur Trafostation sowie zur Netzwerktechnik des Betriebes ermöglichen.

In der Ausführung wäre ohne dieses Bauwerk eine Anbindung unter der Straße erforderlich, was technisch schwierig, im schlechtesten Fall sogar unmöglich wäre. Die Brücke soll auch optisch eine Verbindung der Firmengebäude an beiden Straßenseiten herstellen und in ihrer Gestaltung aufwendig hergestellt werden, um ein ansprechendes Aussehen sicherzustellen. Getragen wird sie von zwei verzinkten, lackierten Fachwerkträgern. Die Gesamtlänge soll 42 Meter betragen, die Spannweite zwischen den Grundstücksgrenzen beträgt 19 Meter. Geplant ist eine Durchfahrtshöhe von fünf Metern. Das beidseitige Fensterband ist öffenbar.

Die Brücke kann mit LED-Technik beleuchtet und mit dem Wappen oder Schriftzug der Gemeinde Groß-Zimmern verziert werden. Während die Kommunalpolitiker im Planungsausschuss die Abstimmung über den Satzungsbeschluss noch aufgeschoben hatten, weil der Durchführungsvertrag noch nicht vorlag, teilte Bürgermeister Achim Grimm mit, dass dieser Vertrag nun unterzeichnet zur Einsicht im Rathaus ausliege. Auch die im Ausschuss gestellte Frage von Peter Eickhoff (Grüne), wie sich der Betrieb den Materialfluss über die Waldstraße vorstelle, beantwortete der Bürgermeister, nachdem er beim Unternehmer nachgefragt hatte. Das Bauwerk soll demnach nicht zum Warentransport genutzt werden. Damit sahen die Grünen ihre Befürchtung bestätigt, dass die Betriebserweiterung eine starke Frequentierung der Waldstraße zur Folge haben könnte, weil Stoffballen von A nach B gebracht werden müssen.

Weitere rechtliche Fragen zum Bauwerk konnten noch nicht beantwortet werden, ergänzte Chris Kowal (SPD).

Die Grünen enthielten sich der Stimme, alle anderen Parlamentarier befürworteten die Pläne der Firma „Georg und Otto Friedrich“. Die kann nun die erforderlichen Anträge bei übergeordneten Behörden stellen. Erst wenn die genehmigt sind, kann der Brückenbau beginnen.

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