So soll das Kerbdenkmal aussehen

Hier kommt das Eckige ins Runde

+
Zu Füßen des Dreigestirns soll es plätschern: Liebevoll betrachtet Hermann-Josef Klober seinen Entwurf für das Kerbdenkmal, das an der Rückseite des Rathauses stehen soll.

Groß-Zimmern - Anfang der Woche wurde erstmals der Entwurf für das Kerbdenkmal präsentiert. Der Zimmerner Künstler Hermann-Josef Klober erläuterte im Ausschuss sein Modell für den Brunnen auf der Kulturfläche am Rathaus. Von Gudrun Fritsch

Vor geraumer Zeit hatte der Kerbverein angeregt, im Rahmen der Sanierung des roten Platzes auch ein Denkmal für das Fest der Feste im Ort zu errichten. Es war schon nach 22 Uhr, als Hermann-Josef Klober endlich zu Wort kam. Lange und ausführlich hatten die Mitglieder am Montag im Planungsausschuss zuvor über die Gestaltung des Rathausplatzes diskutiert. Als Standort für den Brunnen wurde der Winkel vor dem Hintereingang zur Verwaltung am Rand des Parkplatzes gewählt, der bei den Planern vom Büro Exedra „Kulturfläche“ heißt.

„Der Brunnen sollte offen und nicht unter Bäumen stehen. Die Menschen sollen das Denkmal im Vorbeigehen wahrnehmen. Man muss es umrunden und auf dem Rand Platz nehmen können“, wandte Hermann-Josef Klober ein. Schließlich soll das Denkmal eine Gesamthöhe von bis zu 2,50 Metern erreichen. Der runde Brunnen ist mit vier Metern Außendurchmesser und einer 40 Zentimeter hohen Einfassung geplant, die zum Sitzen einladen soll. Auf einem quadratischen Sockel mit überlappender Platte steht ein spitzer Würfel, auf dem Klober das „Dreigestirn“ der Zimmerner Kerb platziert hat: den Kerbvadder mit Zylinder, den Mundschenk mit einem Glas und das Kerbmädchen, das die Schärpe in die Höhe hält. Darauf ist zu lesen: „Die Zimm’ner Kerb – sie lääwe hoch!“ Auf der Oberseite des dunkelgrauen Unterbaus stellt sich Klober an den vier Ecken Wasseraustritte vor, „denn ein Brunnen muss ja plätschern“, und eventuell sollen diese auch beleuchtet werden. An den Außenseiten des Beckens könnten vier Kerbsymbole angebracht werden: Das Ortswappen, die evangelische Kirche, der Kerbkranz und die „Drutschelkappe“. Entscheidungen zur Materialauswahl und Fertigstellung könnten erst getroffen werden, wenn entschieden ist, wie die Oberfläche des Platzes aussehen wird. „Ich bin kein professioneller Denkmalbauer. Dennoch ist dies für mich eine spannende und ehrenvolle Herausforderung, der ich mich mit Freude und Leidenschaft stelle“, betont Klober.

Archivbilder

Bilder: Kerb in Groß-Zimmern

Die Finanzierung ist noch nicht in trockenen Tüchern. Zwar hoffen die Initiatoren, dass das Denkmal ebenso wie die Platzgestaltung durch das Programm Soziale Stadt gefördert werden kann, aber ein Anteil an Eigenmitteln wird gewiss fällig werden. „Der Zeitpunkt war jetzt genau richtig. Wir hoffen, dass wir Fördergelder erhalten“, meldete sich Ideengeber Thomas Beutel zu Wort und plädierte dafür, dass sich auch die Gemeinde an den Kosten beteiligen möge, denn „das wird gewiss ein schöner Treffpunkt, nicht nur an Kerb“.

Zuversichtlich warb Beutel für eine Spendenkampagne, ähnlich wie sie zur Finanzierung der neuen Orgel in der katholischen Kirche läuft, und versicherte, dass er sich im erfahrenen und starken Team mit Clemens Geiß und Heinz Held intensiv für dafür einsetzen werde.

Kommentare