Reiter feiern Erfolge und tollen Zuspruch

„Finchen“ mit Saharahitze und Party

+
Ein Augenschmaus für Liebhaber des Dressursports. In der Prüfung Klasse M wurden die Küren unter Flutlicht mit viel Musik in Szene. Es siegte Red Baron unter Daniela Hintenlang aus Rimbach.

Groß-Zimmern - Hoch „Finchen“ brachte heiße Saharaluft und verwandelte das Freilandturnier im Spring- und Dressursport am Wochenende in einen Hexenkessel. Kräftig schwitzten dabei nicht nur die Tiere sowie fast 600 Reiter, die hier um Sieg und Ehre ritten. Von Ursula Friedrich 

Auch hinter den Kulissen war der Einsatz für die Helferbrigade des Reit- und Fahrvereins Groß-Zimmern am Wochenende sehr schweißtreibend. „Allein an einem Tag benötigen wir für Küche und Bewirtung 50 Helfer“, sagte Werner Parsczinski und machte mit Jürgen Kahl vom Chefteam im Gastronomiebereich deutlich, welche Größenordnung die Bewirtung dieses Sportereignis hat. Knapp 1500 Starts verbuchten die Veranstalter an drei Turniertagen. Weitere 50 Helfer schwitzten in der Meldestelle, als Verstärkung des Richterteams, beim Auf- und Abbau sowie weiteren Diensten. Dass der Verein ein solches Potential an Freiwilligen hat, ist auch dem neuen Angebot zu verdanken. Seit dem Vorjahr hat der RFV, der sich bisher aus Privatreitern zusammensetzte, einen Schulpferdebetrieb. Marion Goos erteilt Liebhabern ohne eigenes Ross auf ihren Schulpferden Reitunterricht. „Das hat uns rund 70 aktive Mitglieder beschert“, sagte Jörg Laux vom Vorstandsteam.

Kurz zuvor saß er noch im Sattel seines treuen Wallachs Carlo. Platz vier im M**-Springen zeigt, dass Carlo auch nach seinem Sieg beim Erbacher Wiesenmarktturnier weiter in Topform ist. Gut 25 Reiter des Vereins sattelten in den Dressur- und Springprüfungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Dank des neuen Schulbetriebs von Goos, steht nun auch Vereinsreitern ohne eigenen Vierbeiner das Tor zum Turniererfolg offen. Aus Zuschauersicht bot der Samstagabend ein attraktives Doppelereignis. Keine andere Facette von Pferdesport verspricht soviel Eleganz und Ästhetik wie das Dressurreiten. Die schwerste Prüfung, die M*-Kür, setzte man nun zum dritten Mal mit Licht und Musik in Szene.

Stall gesucht: Das richtige Zuhause fürs Pferd

Unterdessen wurde das Publikum sichtlich jünger. Partyfieber machte sich breit, denn auch dies gehört zum Reitsport: das Feiern mit allen Gästen bis in die Puppen. „Dafür ist unsere Jugend zuständig“, so Parsczinski. „Aber wenn um 7 Uhr in der Früh unser Team antritt, ist alles wieder picobello.“ Dass unter dem Dach des Gastronomie- und Zuschauerbereichs normalerweise eigentlich das Stroh eingelagert wird, ließ erahnen, welcher Job auf die Helfer wartete, als am Sonntagabend die letzten Rösser in schweren Lkw und Pferdeanhängern abtransportiert wurden. Die großen Rundballen mussten zurück an Ort und Stelle. „Dafür gibt es im Herbst wieder eine dicke Helferparty“, sagte Jürgen Kahl, der selbst noch nie auf einem Pferd gesessen hat.

Kommentare