Job-Info-Börse

Weg von der Theorie, rein in die Praxis

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Was tun nach dem Schulabschluss? Die Job-Info-Börse an der ASS gibt Auskunft. Pflegeberuf? Ursula Fiebig vom Seniorendienstleiter Gesprenz begrüßte bei der Job-Info-Börse in der Albert-Schweitzer-Schule viele interessierte Schüler.

Groß-Zimmern - Was tun nach dem Realschulabschluss? Die Job-Info-Börse an der ASS gibt Auskunft. Von Ursula Friedrich 

„Für viele Schüler ist die Berufswelt so fremd, dass sie lieber auf eine weiterführende Schule gehen“, weiß Ingeborg Klages. Die Direktorin des Haupt- und Realschulzweigs an der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) setzt diesem Unwissen gemeinsam mit Kollegen und regionalen Unternehmen engagiert Initiativen entgegen. Zum dritten Mal wurden die Schweitzer-Schule am Freitag zur Job-Info-Börse.

Insgesamt 16 Handwerksbetriebe, Dienstleister, soziale Einrichtungen und regionale Konzerne kamen, um die verschiedenen Berufsbilder vorzustellen. Im persönlichen Rahmen „Berufe kennenlernen, Interessen wecken“, so Ingeborg Klages, sei die Intention an diesem Morgen.

In der Fülle der über 500 Ausbildungsberufe den Überblick zu wahren, ist selbst für Erwachsene schwierig. Für Schüler, über Jahre mit viel theoretischem Wissen gefüttert, bleibt die Berufswelt abstrakt. Mit Berufspraktika und Berufsorientierungsunterricht gibt die Schule pragmatisch Hilfestellung. Weil für die Haupt-und Realschüler des Jahrgangs acht sowie der Realschulklasse R9 die Zeit des Bewerbungsschreibens näher rückt, war die Veranstaltung Pflicht. Auch Schüler des Gymnasialzweigs durften teilnehmen – rund 160 Jugendliche wählten sich in die unterschiedlichen Berufsvorstellungsrunden ein.

Nun war es an der Reihe der Unternehmen, für ihre Ausbildungsberufe zu werben. „Das Tolle an unserem Beruf ist, dass er so vielseitig ist – und man ist viel an der frischen Luft“, erzählten die Gartengestalter. „Bei uns kommt es auch auf Teamfähigkeit an“, erklärte Ursula Fiebig vom Seniorendienstleister einer kleinen Damengruppe. Nach dem Besuch der Inforunde des Baumarkts war für Realschüler Max einmal mehr klar: „Ich werde Kaufmann im Einzelhandel.“ Resümee von Klassenkameradin Hannah: „Ich mache meine Abitur und studiere.“ Das Fachabitur visiert Jonas an, um sich danach für eine Lehrstelle in seinem Traumberuf, Flugzeuggerätemechaniker, zu bewerben.

Besonders gefragt war die Informationsveranstaltung des Chemiekonzerns Merck. Weitere Dauerbrenner: das Friseurstudio, aber auch der Immobilienmakler. In kleiner, persönlicher Runde fielen Hemmschwellen und es durfte nach Herzenslust gefragt werden.

Und selbst wenn der Traumberuf an diesem Morgen nicht dabei war (Hannah: „Für mich war der Baumarkt gar nichts.“) rückte die abstrakte Arbeitswelt doch ein ganzes Stück näher.

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