Mit Kind und Roller in den Schnee

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Start am Domizil im Glöckelchen: Mit Hund, Kinderwagen und Roller, viel Schnee, aber vor allen Dingen viel guter Laune begibt sich der Kerbverein auf seine Winterwanderung.

Groß-Zimmern - Eine bunte Gruppe trifft sich am Samstag hinter dem Glöckelchen. Der Kerbverein hat zur Jahresabschlusswanderung eingeladen und nach und nach trudeln ganz unterschiedliche Wanderer ein. Von Ulrike Bernauer 

Dennis Miller ist bei den ersten und er freut sich über den ersten Schnee. Vor zwei Jahren wollten die Mitglieder des Kerbvereins samt Freunden schon einmal nach Zeilhard marschieren. „Da goss es aber in Strömen und wir haben abgebrochen“, sagt der Vereinsvorsitzende Thomas Beutel. „Damals lief das Wasser am Genick rein, unter Hemd und Hose vorbei und an den Schuhen wieder raus.“

Danach sah es am Samstag glücklicherweise nicht aus. Es schneite zwar, aber das war den Winterfans recht. „Heute ziehen wir das durch“, sagte Holger Reitz, „schließlich haben wir in der Krone vorbestellt.“

Reitz rechnete damit, dass es in der kleinen Gaststätte werden würde, „da wird es richtig kuschelig.“ Die Vereinsmitglieder begnügten sich in diesem Jahr nicht nur mit einer Gaststätte, als Abschluss wollten die Wanderer die neue FSV-Gaststätte „Auszeit“ testen.

Glühweinstation für den Durst

Damit die Wanderer zwischendurch nicht Durst leiden mussten, hatte der zweite Vorsitzende Harald Stamm eine Glühweinstation vorbereitet. Es sollte aber auch Bier geben. „Ein schönes kaltes Bier bei kaltem Wetter ist das beste überhaupt“, freute sich Beutel schon im Vornhinein. Das erste Mal gingen auch einige „Fast“-Kerbborschte mit, vom Jahrgang 1994/95, die im kommenden Jahr die Kerb feiern werden. „Wir sind nur zu viert, der Rest ist im Urlaub oder nicht so motiviert“, sagte Jonas Spross. Seit drei Jahre treffen sich die rund 20 künftigen Kerbborschte schon, die sich auf ihre blauweiße Zeit freuen und darauf, dass die Wanderung bald losgeht.

Robin Kluge war auch begierig darauf, los zu gehen, „ich freue mich, das ist fast wie Urlaub“. Hartmut Obmann gehörte zum älteren Semestern, er ist Gründungsmitglied des Kerbvereins. „Ich laufe fast immer mit, die letzten Jahre allerdings nicht, da bin ich beim AGV mitgewandert. Aber die wandern in diesem Jahr erst am Montag. Es ist schön, sich mal zu bewegen, wenn man sich an den Feiertagen gut ausgeruht hat. Gerade heute bei dem Schnee, da muss man einfach mitlaufen, den Schnee gibt es ja kaum noch.“

Charlotte (6) war mutig, sie hat ihren Roller mitgebracht. Vater Holger Reitz war aber zuversichtlich. Zusammen mit Michael Heine hatte er die Wanderung vorbereitet, „die Wege sind alle asphaltiert.“ Deshalb sollte die junge Familie mit Kinderwagen, die sich inzwischen ebenfalls eingefunden hatte, wohl auch keine Probleme haben, der bunten Truppe zu folgen.

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