Erst Spanisch, dann Hip-Hop

Tag der offenen Tür bei der ASS

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Max (links) erklärt den jüngeren Schülern einen Flammenversuch aus dem Chemieunterricht.

Groß-Zimmern - Turbulent ist es am Samstag in der Albert-Schweitzer-Schule (ASS). Die Gesamtschule hat zum Tag der offenen Tür eingeladen und die Schüler, Lehrer und natürlich zahlreiche Eltern sind in die Schule gekommen. Alle können an dem Vormittag viel erleben. Von Ulrike Bernauer 

Das Angebot ist umfangreich und reicht von Unterricht in den Klassen- und Fachräumen über Ausstellungen bis hin zu Vorführungen in der Aula. Dort tritt gerade die Schulband auf und begeistert die Mitschüler, aber auch die Eltern. Neben der Bühne, auf der die Instrumente aufgebaut sind, finden sportliche Vorführungen statt. Die Klasse G7c zeigt wie man sich mit den Rope-Skipping-Seilen, aber auch Bällen sportlich und gleichzeitig elegant bewegen kann. Später zeigen Marie, Nicole und Karolin von der G6b und G6a einen Hip-Hop-Tanz. Den haben die drei allerdings nicht an der ASS einstudiert, sondern in einer Tanzschule.

Ilka Schütz wohnt mit ihrer Familie noch in Dieburg, wird aber demnächst nach Groß-Zimmern ziehen. Sie ist heute gekommen, um sich die Schule anzuschauen. Ihr Sohn Jonathan wird im kommenden Schuljahr von der Grundschule auf die weiterführende Schule wechseln. „Die ASS gefällt mir vom ersten Eindruck her gut. Aber wir wollen es unserem Sohn überlassen, welche Schule er besuchen will. Je nachdem, ob er die alten Freunde behalten oder lieber einen kürzeren Schulweg haben will.“ Jonathan gefällt es ebenfalls an der ASS: „Ich denke, ich werde hier her gehen.“ In einem Klassenraum findet Spanischunterricht statt und die Eltern staunen, wie viel die Kinder in den drei Monaten seit Ende der Sommerferien schon gelernt haben. Die Lehrerin begrüßt die Klasse auf Spanisch und fragt dann Schüler und Eltern, was sie verstanden haben. Die Schüler können ihre Ansprache schon bestens übersetzen. Dann zeigen die Schüler, dass sie nicht nur viel verstehen, sondern sich auch schon selbst unterhalten können. Miriam und Elena führen einen kleinen Dialog, indem sie sich und ihre Familien vorstellen und sich für ein weiteres Treffen verabreden. Von den Eltern gibt es dafür reichlich Applaus.

Sigrid Donges hat zwei Kinder, die die ASS besuchen. „Ich freue mich immer wieder, wie schön diese Schule nach dem Umbau geworden ist. Solch ein Umfeld hätte ich mir für mich auch immer gewünscht“, sagt die Mutter. „Meine Tochter ist in der siebten, mein Sohn besucht die achte Klasse. Wir ziehen die Schule am Ort vor. Es kam für uns nie in Frage, die Kinder Fahrschüler werden zu lassen. Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit der Schule.“

Viel los bei den Naturwissenschaften

In den naturwissenschaftlichen Räumen ist viel los. Ganz unbeeindruckt ziehen im Biologieraum im großen Aquarium die Fische ihre Bahnen, obwohl sie heute Zuwachs bekommen haben. „Ein paar ehemalige Schülerinnen haben vorhin neue Fische eingesetzt“, freut sich Lehrerin Sabine Bühler. Das Aquarium spielt an diesem Tag aber auch noch eine andere Rolle. Hier wurden Boden- und Pflanzenproben für die Mikroskopier Station entnommen. Die älteren Schüler zeigen nun den Jüngeren, wie sie mit dem Mikroskop umzugehen haben, um beispielsweise ein Pantoffeltierchen oder einen Einzeller sehen zu können.

Max aus der G9b ist im Nachbarraum mit dem Bunsenbrenner am Hantieren . Er hat Flammenfärbung mit einem Magnesiastäbchen vorgeführt. „Ich tauche das beispielsweise in Kupferchlorid. Das ergibt eine blaugrüne Flamme und bei Bariumchlorid ist sie gelblich.“ Max hat das Wahlpflichtfach Naturwissenschaften belegt und er bereitet mit seinen Klassenkameraden schon einen Schauunterricht vor.

„Im zweiten Halbjahr werden die Grundschüler eingeladen, um die ASS zu besuchen und dann werden ihnen die Versuche vorgestellt, das heute ist sozusagen die Generalprobe“, erläutert die Chemie- und Physiklehrern Juliane Böhm.

Eine ganz besondere Ausstellung haben die Schüler der G10a und die R10b ausgerichtet. Sie waren am Montag und Dienstag in Buchenwald und haben sich dort über das Konzentrationslager informiert. Fabian, Joel, Benedikt, Julio und Adrian betreuen nun die Ausstellung. „Es war sehr interessant, das vor Ort zu sehen und jemanden zu haben, der einen herumführt und der etwas erzählt hat“, sagt Adrian. „Wir hatten uns noch nicht so mit dem Thema beschäftigt“, sagt Fabian. „Das war dann sozusagen ein Crash-Kurs und der Einstieg in das Thema“. „Es war schon etwas anderes vor Ort zu sein und das live zu sehen, das würde ich jeder zehnten Klasse empfehlen“, sagt Julio.

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