Ideenreiche Sportarten

Olympiade mit Apfelschnappen und Wasserglasstemmen

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Groß-Zimmern - Die zweite Woche der Ferienspiele endete, wie sie zuvor begonnen hatte – sportlich. Von Ulrike Bernauer

Während am Anfang der Woche einzelne Sparten wie Badminton, Handball, Inliner- oder Skatefahren ausprobiert wurden, hatten die Betreuer für den Freitagvormittag eine kleine Olympiade vorbereitet. Alessio und Pascal machen sich bereit für den Start. Beim Dreibeinrennen wollen sie zeigen, wie gut sie harmonieren. Das rechte Bein des einen wird mit dem linken Bein des anderen Jungen zusammengebunden, so haben sie zu zweit nur noch drei Beine. Damit müssen sie einen Slalom so schnell wie möglich zurücklegen und merken, dass das gar nicht so einfach ist. Beide sind froh, als sie im Ziel sind und jeder wieder zwei Beine zur Verfügung hat. Die Groß-Zimmerner Disziplinen wird man bei der bald beginnenden großen Olympiade in Rio allerdings nicht beobachten können. Im Jugendzentrum und auf dem Jugend-Sport-Park gab es neben dem Dreibeinrennen einen Schubkarrenlauf, Apfelschnappen oder Bierglasstemmen.

Die Belohnung gibt es sofort: Den Apfel dürfen die Kinder gleich aufessen.

Luke und Jonathan strengten sich mächtig an, jeweils ihr Bierglas, das natürlich mit Wasser gefüllt war, so lange wie möglich mit gestrecktem Arm waagrecht nach oben zu halten. Waren die Gesichter der beiden Jungen am Anfang noch entspannt, so veränderte die Anstrengung bald auch den Ausdruck. Luke erwies sich als derjenige mit etwas mehr Kraft und Ausdauer. Währenddessen hatten sich Charlotte, Felina und Lisa mit einigen anderen Mädchen ein Training für das Glasstemmen ausgedacht. Sie hatten das Apfelschnappen, bei dem eine Frucht mit dem Mund aus einer Schüssel Wasser gebissen werden muss, schon erfolgreich hinter sich gebracht. Jetzt saßen sie beieinander und hielten jeweils ihren Apfel in die Luft. „Auch der wird mit der Zeit ziemlich schwer“, bemerkten die Mädchen einhellig. Das „Apfelschnappen“ hatte ihnen auch viel Spaß gemacht, zwischen zwei und elf Sekunden benötigten die Mädchen, um die Frucht aus dem Wasser zu holen.

Insgesamt zeigten sich die Kinder begeistert, nicht nur von der Olympiade, sondern auch von den vielseitigen Ferienspielaktionen. Mitunter waren sie ganz schön geschafft, wenn sie nach Hause gingen oder von den Eltern abgeholt wurden. Schließlich hatten sie sich nicht nur sportlich betätigt, sondern manches Kind war auch wesentlich mehr gelaufen als normalerweise. Immerhin mussten die Sportstätten wie der Pétanqueplatz, die Rad- und Rollsporthalle oder die Kartbahn per pedes aufgesucht werden. Für so manches Mama-Taxi gewohnte Kind war allein dies schon eine Herausforderung.

Jetzt machen auch die Ferienspiele Pause. In der dritten und vierten schulfreien Woche gibt es keine Angebote. In der fünften Woche werden sich die Kinder dann wie auf dem Bau fühlen und die letzten Tage vor Schulbeginn geht es auf Schatzsuche in Groß-Zimmern.

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