Orgelförderverein zieht mit speziellem Basar alle Register

Pfeifen pur oder als Dekoartikel

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Groß-Zimmern - Zu einer Ideensammlung trifft sich am Sonntag der Vorstand des Orgelfördervereins nach dem Gottesdienst. Von Ulrike Bernauer 

Thema dieser Zusammenkunft: Wie kann der Verein die Pfeifen, die nicht mehr für die neue Orgel recycelt werden können, am besten an den Mann bringen? Einige hundert Pfeifen in fast allen Größen lagern zurzeit im hohen Turmzimmer. Bei dem Treffen geht es nun darum, einen Pfeifenbasar vorzubereiten, aber vor allem auch um Ideen, wie die Pfeifen präsentiert und verkauft werden können. Schließlich fehlen dem Orgelförderverein noch rund 35.000 Euro, um das Wunschinstrument finanzieren zu können. „Das Geld für den Grundpreis haben wir zusammen“, berichtet der Vorsitzende Dr. Manfred Göbel. Jetzt wird noch für zusätzliche Register gesammelt, die das Klangvolumen noch erweitern sollen. Seit sechs Jahren besteht der Verein, in dieser Zeit hat er schon 270.000 Euro durch verschiedenste Aktionen aufgetrieben, nun geht es in den Endspurt.

Klaus Wörtche, Organist und Dirigent des Bläserchors hatte sich schon im Vorfeld Gedanken gemacht und Beispiele modifizierter Pfeifen mitgebracht. So stehen manche in einem Holzständer, können also im Wohnzimmer aufgestellt werden. Andere wurden mit ein wenig Schmiedearbeit in Kerzen- beziehungsweise Teelichthalter verwandelt. Die Beispiele mit den kleinsten Pfeifen gefallen dem Vorstand gut.

Göbel will sich um Firmen oder Werkstätten kümmern, die solche Arbeiten preisgünstig fertigen können. Beim späteren Besuch des Turmzimmers sucht Pfarrer Christian Rauch Pfeifen mit einer Tonfolge heraus. Die bilden dann die ersten Töne der Zimmerner Nationalhymne.

Gut erhaltene, mittelgroße Pfeifen legt Rauch ebenfalls gleich beiseite, einige soll Kardinal Karl Lehmann mit einem Grußwort versehen. Diese so signierten Pfeifen sollen dann versteigert werden, so die Idee.

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Gescherzt wird auch auf der Sitzung. Die großen Pfeifen, die teilweise über zwei Meter hoch sind, eignen sich nicht für jedes Wohnzimmer. Sie könnten allerdings im Garten Platz finden, als Zaun oder Rosenbogen, wie Diakon Martin Gölz vorschlägt. Ernster gemeint sind danach folgende Ideen: Auf das Holz, das die Pfeife trägt, könnten Teile eines Liedtextes oder einige Noten von Kirchenliedern aufgedruckt oder geklebt werden.

Die Zimmerner können sich also beim Pfeifenbasar auf viele verschiedene Angebote freuen, ob als Dekoartikel oder pur. Wann der Basar stattfinden soll, ist allerdings noch nicht geklärt. Bei der nächsten Vorstandssitzung am 24. Februar wird es nähere Informationen zur Umsetzung der Ideen geben und dann wird wohl auch der Termin festgelegt.

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