Hilfe für Xenia

Pfadfinder sammeln um Delfintherapie zu ermöglichen

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Für die achtjährige Xenia sammelten die Zimmerner Pfadfinder bei der „Flinki-Aktion“.

Groß-Zimmern -   Mit ihrer alljährlichen „Flinki-Aktion“ am Palmsonntag hat der Pfadfinderstamm aus Groß-Zimmern bereits viele wichtige Projekte der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) gefördert: Hilfe für Menschen auf der Flucht, den Kampf gegen Kinder- und Jugendarmut oder die Inklusion von Menschen mit Behinderung. Von Julia Glaser 

In diesem Jahr haben sich die „Pfadis“ jedoch für ein Projekt entschieden, das quasi „vor der eigenen Haustür“ und ihnen damit umso mehr am Herzen liegt. Das „Projekt“ ist die achtjährige Xenia Mieth, deren Bruder Nils Mitglied bei der DPSG ist. Xenia wurde mit einer Spina Bifida geborgen, einem offenen Rücken. Aus diesem Grund sitzt das Mädchen im Rollstuhl. Ihrer Lebensfreude tut dies keinen Abbruch: Mit Spaß am Lernen besucht sie die Schule im Angelgarten, spielt oft und gerne mit ihren Freundinnen, mag Prinzessin Lillifee und wie andere Kinder „Blinkeschuhe“ an den Füßen haben, hat sie „Blinkeräder“ am Rollstuhl. Trotzdem wünschen sich Xenia und ihre Eltern Anette und Christian natürlich, dass sie eines Tages auf den Rollstuhl verzichten kann. Um ihr hierfür die bestmögliche Chance zu geben, ist bereits einiges geschehen: Xenia hatte 2013 eine Hüft-Operation, die sehr gut verlaufen ist. Dank dieser OP und regelmäßiger Krankengymnastik sowie Schwimmtraining kann sie inzwischen mit dem Rollator kurze Strecken laufen, was sie täglich trainiert. Um die Chancen weiter zu verbessern, hatte ihr Bruder Nils eine Idee.

Im Rahmen einer Hausaufgabe beschäftigte sich der Zehnjährige mit dem Thema Delfintherapie. „Wäre das nicht auch etwas für Xenia?“, fragte er im Anschluss seine Mutter. Sie und ihr Ehemann recherchierten und beschlossen, die Idee umsetzen. Dass Xenia am Ende der Therapie laufen kann, ist zwar ausgeschlossen und auch nicht das Ziel. Aber gerade bei jungen Menschen fördert die Arbeit mit den sanften Tieren die Feinmotorik, gibt mehr Selbstsicherheit und kann helfen, die Konzentration zu stärken. Die delfininitiierte Ultra-Beschallung unterstützt eine Resonanz in Gehirn und Wirbelsäule. Dadurch wird die Produktion jener Stoffe im Nervensystem stimuliert, die für ein besseres Funktionieren dieses Systems sorgen. Je früher diese Art der Therapie zum Einsatz kommt, desto größer sind die Chancen, dass Xenia eines Tages ohne Rollator mit der Hilfe von Gehorthesen selbstständig gehen kann.

Die Kosten für die Delfintherapie sind für die Familie nicht zu stemmen. Aus diesem Grund sind sie dankbar für jeden, der mit jeder noch so kleinen Spende hilft. Hierfür hat die katholische Pfarrgemeinde Sankt Bartholomäus ein Spendenkonto eingerichtet. Wer Xenia und ihre Familie unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto tun: IBAN DE 40 5086 3513 0000 0236 39 mit dem Verwendungszweck „Xenia“. Ab einem Betrag von 100 Euro stellt das Pfarrbüro eine Spendenquittung aus, ansonsten genügt der Überweisungsbeleg als Nachweis.

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