Angebot von RiedlBau und Früchtenicht

Unterkunft für 200 Menschen benötigt

Groß-Zimmern - Längst hätten in Zimmern weitere Unterbringungsquartiere entstehen sollen. 2000 zusätzliche Flüchtlinge müssen die 23 Kreiskommunen allein im ersten Quartal 2016 aufnehmen, das hat Landrat Klaus Peter Schellhaas vor wenigen Tagen mitgeteilt. Von Gudrun Fritsch 

In Zimmern müssen in diesem Jahr voraussichtlich 200 Asylsuchende aufgenommen werden. Bisher leben in der Klein-Zimmerner Blumenstraße sowie in der Frankfurter-, Berliner- und der Bahnhofstraße rund 107 Flüchtlinge. Laut einer Berechnung des Landkreises müsste die Gemeinde zudem noch 37 Menschen für 2015 aufnehmen. Das bedeutet, im ersten Quartal müssen fast ebenso viele Quartiere geschaffen werden wie im gesamten Vorjahr. Um dieses Thema voran zu bringen, wurden noch vor der Kommunalwahl im März Ausschuss- und Parlamentssitzungen anberaumt.

Ab dem 25. Januar wird im Rathaus über Konzepte und Vorschläge zur Unterbringung von Flüchtlingen diskutiert. Die Unternehmen RiedlBau und Früchtenicht haben ein Konzept für „nachhaltige Lösungen für Immigration und sozialen Wohnungsbau“ vorgelegt. Der Gemeindevorstand schlägt vor, entsprechende Unterkünfte in der Gutenbergstraße bauen zu lassen. Der Platz für die Unterkunft in der Angelgartenstraße neben Schulen und Kindergarten liegt derzeit noch brach, lediglich die Bäume wurden gefällt. Hier soll es möglichst bald losgehen.

Sechs Wohneinheiten für 54 Personen

Investor Willy Hartman will bald mit den Vorarbeiten für die Unterkunft in Holzbauweise beginnen. Die Elemente werden vorgefertigt und auf der Baustelle endmontiert. Die Anlage ist für 54 Menschen ausgelegt und in sechs Wohneinheiten zu je neun Personen aufgeteilt. Durch die kleineren Wohneinheiten (je zwei Zwei-Bettzimmer, ein Einzelzimmer, zwei Bäder und eine Küche) soll eine bessere Identifikation der Bewohner mit der Unterkunft erreicht werden. Eine Nachfolgenutzung für Sozialwohnungen wurde bedacht und ist mit wenigen Veränderungen nach Ablauf der ersten Nutzung möglich. Es würden dann circa 750 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche, verteilt auf acht Wohnungen entstehen. Vorschläge zu Standorten und Konzepten sowie ein Bericht des Arbeitskreises Flüchtlinge werden bei der Sitzung des Sozialausschusses am Montag, 25. Januar, um 20 Uhr im Rathaus (Erdgeschoss) vorgestellt.

Fotos: Bürgerversammlung zum Thema Flüchtlinge

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