Fahrradbörse in der ASS

Trend geht zum Zweit- und Freizeitrad

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Etwa eine Stunde lang herrschte reges Treiben in der Halle der ASS. 

Groß-Zimmern - Selten wird die Albert-Schweitzer-Schule von solchen Massen erwartungsvoller Enthusiasten belagert. Von Ursula Friedrich

Potentielle Fahrradkäufer harrten am Samstagmorgen in langen Schlangen vor dem Schulgebäude aus – endlich errettete Tom Hicking aus dem Helferteam der Kinder- und Jugendförderung die wartenden Massen. Der Jugendpfleger öffnete die Pforte zur Fahrradbörse. Neben dem klassischen Sortiment gut erhaltener Fahrräder für jedes Alter und unterschiedlichste Ansprüche, gab es Dreiräder, Roller, Inliner, Rutschautos, Fahrradanhänger und Helme.

Rasch wurde die Pausenhalle geflutet, zielstrebig steuerte das Publikum aus Zimmern und Umgebung die unterschiedlichen Warenstationen an.

Mit rund 20 Helfern versuchte die Kinder- und Jugendförderung dem Ansturm Herr zu werden und, als guter Dienstleister, mit Schrauben- und Imbusschlüsseln auszuhelfen, wo es Sättel und Lenker zu verstellen galt. „Fahrräder mit tiefem Einstieg liegen in diesem Jahr im Trend“, versicherten die Helfer.

Georg Pullmann hatte ein solches ergattert und steuerte mit einem Siegerlächeln im Gesicht von dannen. Wer einen guten Fang machen wollte, musste sich pünktlich ins Getümmel stürzen. Von 240 Artikeln war das Gros eine Stunde nach Hallenöffnung verkauft – nur die Fahrradhelme entpuppten sich als Ladenhüter. Auch Exoten wie das Spinning-Rad, ein Kinderwagen für Zwillinge oder ein, zwei exklusive Sporträder fanden keine Abnehmer. Der Trend geht zum Freizeitrad für Familienausflüge. Auch die Board-Generation wurde fündig. 60 Euro für ein Longboard?

„Ein gutes kostet rund 100 Euro“, wusste Douglas (11), der sein Geburtstagsgeld in ein solches Board investierte. Das Echo bei der Börse war sehr positiv. „Und das, obwohl es in Münster zeitgleich eine ähnliche Veranstaltung gab“, hob Jugendpfleger Markus Psczolla hervor.

Zehn Prozent des Umsatzes verbleiben in der Kasse des Jugendzentrums und sollen in die Kinder- und Jugendarbeit fließen. Und Jugendpfleger Hicking hatte auch gleich einen konkreten Wunsch parat: „Ein neuer Tischkicker!“ Der Alte ist nämlich seit einiger Zeit nicht mehr so richtig zu gebrauchen.

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