Nichts für faule Säcke

Schütteltanz mit den Kleinsten in der Kita

Jona, Ben und Mia hatten es sich in der großen Schaukel bequem gemacht. Mama und Papa sorgten dafür, dass sie in Schwung blieb.

Groß-Zimmern - Ein etwas älteres Publikum bevölkerte am Samstag die Kindertagesstätte Angelgartenstraße. Neben den Kindern waren auch Mütter und Väter, aber ganz offensichtlich auch viele Großeltern zur Kita gekommen. Von Ulrike Bernauer

Sie nutzten die Möglichkeit, die Einrichtung einmal genau zu besichtigen und dabei auch die Kinder oder Enkel in Aktion zu erleben. Die Kita hatte gut zwei Jahre nach ihrer Einweihung im April 2014 zum Tag der offenen Tür geladen und viele Zimmerner sind der Einladung gefolgt. „Sie wundern sich vielleicht, dass Sie so wenige Kinder sehen?“ sagte die stellvertretende Kita-Leiterin Svenja Stöhr zu Beginn. Der Grund: Die Kleinen trafen sich in den Gruppenräumen, bevor sie ihren großen Auftritt hatten. Fast alle Kinder, manches wollte dann doch lieber zu Mama oder Papa, erfreuten die Zuschauer mit einem bewegten Lied über Finger, Füße, Schultern und letztendlich den ganzen Körper, der nicht nur besungen, sondern auch geschüttelt wird. Zum guten Schluss durften sich die Eltern und Großeltern einreihen, mitsingen und natürlich auch mitschütteln.

„Alle 98 Plätze sind belegt“, berichtete Stöhr am Rande des Festes auf Nachfrage des LA. Es gebe eine Warteliste und besonders groß sei der Bedarf für unter Dreijährige.

Das bestätigt auch Bürgermeister Achim Grimm, der sich unter den Gästen befand. In den Gemeindekindergärten seien noch einige Plätze frei, aber nur für über Dreijährige (Ü3). Man werde sich in der Gemeindevertretung mit der Situation befassen, so der Bürgermeister. Die Einschätzung des künftigen Bedarfs sei aber schwierig. Abgelesen werden könne der zwar anhand der Geburten in einem Jahr, aber 2015 habe es in Groß-Zimmern rund 1 000 Zu- und Wegzüge gegeben. Zur Klärung der Situation und um weitere Schritte zu besprechen werde nach den Ferien erneut eine Betreuungskonzeption stattfinden. Stöhr freue sich auf jeden Fall darüber, dass die Einrichtung ausgelastet ist.

Auch wenn sie nun schon zwei Jahre bestehe, befinde man sich noch in der Team-Findungsphase. Manche Arbeitsabläufe und Themen seien noch nicht so selbstverständlich wie in einer Kita, die schon seit 30 Jahren bestehe.

23 Erzieherinnen betreuen die Kinder zwischen ein und sechs Jahren, hinzu kommen noch ein Koch, eine Küchenhilfe und der Hausmeister. Die Kinder sind in vier Krippen- und zwei Kindergartengruppen eingeteilt.

Denise Kisher hat ihre zweijährige Tochter Nicole in der Eulengruppe untergebracht. „Unsere Tochter ist jetzt seit einem Jahr hier und es gefällt ihr sehr gut, genauso wie uns. Das Essen ist gut, die Betreuer verstehen ihre Arbeit und die Einrichtung ist sehr schön“, schwärmte Kisher. Allerdings werde sie Nicole mit drei Jahren wohl trotzdem ab- und in Klein-Zimmern anmelden. „Wir wohnen dort und halten es für besser, wenn sie ihre Freunde in der Nähe hat.“ Der Sohn von Kisher ist jetzt einen Monat alt. Er soll auch die Kita Angelgartenstraße besuchen, wenn er alt genug ist.

Spielkreis statt Kneipentour: Wenn Freunde Eltern werden

Auch Bettina Mehner, Mitglied im Elternbeirat, ist mit der Einrichtung hochzufrieden. Ihre Tochter Leonie besucht eine Ü3-Gruppe, war aber schon als Krippenkind dabei. „Das läuft super und als Mutter kann ich mich gut einbringen.“ Sie ist schwanger und auch das zweite Kind wird sie hier anmelden, sobald es geboren ist.

Viele Spiele lockten Kinder und Eltern. Sackhüpfen durften Groß und Klein, und der Staffellauf konnte ebenfalls von Jung und Alt bewältigt werden. Auch beim Quiz, das veranstaltet wurde, brauchten die Kleinen Hilfe von den Großen. Auf jeden Fall hatten alle viel Spaß, sei es an den Geräten, wie Schaukel oder Rutsche, die auch im Kindergartenalltag zur Verfügung stehen oder bei den obligatorischen Würstchen sowie Kaffee und Kuchen. Außerdem lockte besonders die Kinder auch noch ein richtiger Eiswagen aus Groß-Bieberau.

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