Feiertag

Vatertag mit Rad, Angel und „Äktschen“

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Angelausflug: Familie Osinski zog es am Vatertag in die freie Natur an den Anglerteich.

Gross-Zimmern - Schlechtes Wetter? Trübe Stimmung? Von wegen. Den miesen Prognosen zum Trotz sendete Petrus am Feiertag sonniges Wetter. Von Ursula Friedrich 

Mit Kind und Kegel machten sich viele Familienväter auf, um den „Vadderdoag“ zu feiern – oder, ganz ohne familiären Anhang, als Männerclique mit dem Jahrgang durchzustarten. Je nach Gusto konnte man an verschiedenen Ausflugszielen einen Stop einlegen – vom ruhigen Picknick am Anglerteich bis zur rasanten Fußballfete wurde alles geboten. Romantische Naturkulisse, Schoppenbier und Fischweck gab es am Anglerheim. Hier lag der Fokus auf Genießen und Entspannen, die Vereinsaktiven schwangen sogar die Angeln ins Wasser. Voll und ganz auf Familienparty setzen die Rad- und Rollsportler in der Waldstraße an diesem Tag seit einigen Jahren.

Mit Vollgas durch den Vatertag: Der rote Jahrgang 70/71 auf dem Weg von den Anglern zum FSV.

Nach dem Motto, „wenn die Kinder beschäftigt sind, entspannen auch die Eltern, wurde der Nachwuchs mit Hüpfburg und Wurfmaschine von der Biertischgarnitur weggelockt, um anderweitig Energie freizusetzen. Bereits die Kleinsten gingen beherzt auf Entchenjagd. „Für uns ist dieser Tag eine schöne Werbung“, sagte Silke Keßler aus dem Vereinsvorstand, und ergänzte verwundert: „Es gibt immer noch Leute, die den Rad- und Rollsportverein nicht kennen.“ Was der sportlich im Angebot hat, wurde in der Halle präsentiert. Zum zweiten Mal waren die Vereinsmeisterschaften an die Vatertagsfeier gekoppelt. Während das Publikum entspannte wurde unter den knapp 30 Teilnehmerinnen des Vereins-Cups viel Adrenalin freigesetzt – schließlich rollten die Mädchen um die Meistertitel. Für die Erwachsenen bot der Vatertag ein doppeltes Arbeitspensum. Zum einen musste die Meisterschaft ausgerichtet, zum anderen der Biergarten bewirtet werden. Am Kuchenbüfett wurde doppelt gepunktet, denn mit einer ganzen Fülle selbstgemachten Backwerks eroberten die Radsportler die Gunst der Kuchenfreunde.

Bei den Rollsportlern ging der Nachwuchs beherzt auf Entenjagd.

Nicht kleckern, sondern klotzen war in der Nachbarschaft angesagt. Der FSV bot eine Vatertagsparty im Dreiklang. Fußballderby, Live-Konzert und Biergartenstimmung mit viel Speis und Trank lockten Besucher scharenweise auf das Vereinsgelände an der Waldstraße. Es war die große Stunde der Alten Herren (AH), die ihre legendäre Feier stemmten und diesmal kräftig draufsattelten. Denn der Verein wird, dem Fußballgott sei Dank, seit Dezember mit dem neuen Wirt der Gaststätte „Auszeit“ auf einer gastronomischen Erfolgswelle getragen. Wirt Roger Menzer und Team sorgten für eine pfundige, leckere Bewirtung. Mit dem Gastroprofi ist auch eine Welle Darmstädter Fanblut nach Zimmern geschwappt. „Ich habe in den letzten 30 Jahren höchsten zehn Spiele der 98er verpasst“, schmunzelte Menzer, der in Darmstadt auch die Lilienschänke betreibt. Dass Zimmern zur Außenstelle der 98er Kultkneipe aufgestiegen ist, beweist die bis auf den letzten Platz ausgebuchte FSV-Gaststätte an Spieltagen.

Apropos Fußball: Auch am Vatertag kochte die Fußballerseele. Diesmal schnürten die AH jedoch selbst die Fußballschuhe. Vier Teams wetteiferten auf dem FSV-Rasen im Blitzturnier um den Sieg. Und weil’s so schön war, wurde die zunächst vereinbarte 15-Minuten-Spielzeit auf 20 Minuten angehoben. Unter der Zeltplane (hier setzte man auf Sicherheit, schließlich wurde man im Vorjahr den feuchtkalten Launen des Wettergottes ausgesetzt) stimmten die Frontmänner der „Welkebachgroup“ die Instrumente. Das Duo, musikalisches Vorspiel eines weiteren rockigen Schmankerls, stimmte die Gäste ein. Anschließend machte die Band „Äktschen“ ihrem Namen alle Ehre und gab Vollgas.

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