Reiterliche Jagdhornbläser und Gesangverein Klein-Zimmern beim Herbstkonzert

Melodien über die Jagd

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Die reiterlichen Jagdhornbläsern Maingau waren mit ihren Gewändern eine Augenweide.

Klein-Zimmern - „Der Gesangverein hat es geschafft, die Kirche mit viel Publikum zu füllen“, freute sich Pfarrer Christian Rauch am Samstagabend. Zum zweiten gemeinsamen Konzert mit den reiterlichen Jagdhornbläsern Maingau hatte der Gesangverein 1893 Klein-Zimmern eingeladen. Von Ulrike Bernauer 

„Die Idee zu dieser Zusammenarbeit entstand vor fünf Jahren bei einer Hubertusmesse“, erzählte die Vorsitzende des Gesangvereins, Gisela Millmann. Beide Vereine gestalten schon seit Jahren die musikalische Umrahmung dieses ganz besonderen Gottesdienstes im Herbst, der von den Jägern ausgerichtet wird. Man war sich sozusagen „näher“ gekommen und beide Vereine fanden die Idee, zusammen ein Konzert zu geben, sehr spannend.

Den Auftakt machte der Gesangverein, der unter der Leitung von Larissa Förderer als erstes das Hessenlied anstimmte. So patriotisch blieb es allerdings nicht, ein Tanzlied und ein Volkslied aus Portugal folgten. Im zweiten Block erwiesen die Sänger ihren Gästen sozusagen ihre Aufwartung. Mit „Ein Tiroler wollte jagen“ und „Hase und Jäger“ erinnerten sie an das Jagdgeschäft, wobei zumindest der Hase Glück hatte. Nachdem der Jäger die Hasen niedergeschossen hatte, besannen sie sich, „ob sie noch das liebe Leben hatten und hupften von dannen.“ Die Sänger beendeten ihr Lied mit einem kräftigen Waidmannsheil. Solche markigen Worte waren den Bläsern verwehrt. Sie drückten ihre Verbundenheit zur Jägerei rein durch ihre Musik aus.

Signale für die Jagd

„Jede Aktion bei der Jagd wird durch ein besonderes Signal angekündigt“, erklärte Moderator Elmar Schylla. „Beispielsweise gibt es für jede erlegte Kreatur ein Signal, mit dem nicht nur das Tier geehrt wird, sondern die Signale sind auch sehr unterschiedlich.“ Allerdings könne man diese während der Jagd nicht mit den komplizierten Melodien eines Orchesters vergleichen.

Der Auftritt der Bläser unter der Leitung von Petra Palm-Hantke war schon gleich ein Augenschmaus, die Damen kamen in langen Röcken geschritten, das glänzende Instrument in der Hand. Die reiterlichen Jagdhornbläser begannen mit der Ehrenfanfare, spielten im Verlauf des Abends allerdings viele Titel, die mit der Jagd zu tun hatten.

Dem Publikum gefiel die bunte Mischung aus Gesang und Blasmusik und so erhielten sowohl die Sänger als auch die Bläser im Verlauf des Konzerts viel Applaus. Den absoluten Höhepunkt gönnten die Akteure sich und den Zuhörern ganz zum Schluss, als die Stimmen der Sänger und die Töne aus den Jagdhörnern zum „Jägerchor“ aus der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber verschmolzen.

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