Forstamt wünscht einheitliches Gefüge/Gelder der Kommunalinvestition für Rathaussanierung

Holzpreis bleibt auf gleichem Niveau

Groß-Zimmern - Eigentlich herrschte am Dienstag in der Gemeindevertretung Harmonie und man war sich in vielen Punkten einig. So wurden fast alle Tagesordnungspunkte, über die bei der Sitzung im Rathaus abzustimmen war, mit breiter Mehrheit positiv beschlossen. Von Gudrun Fritsch 

Wie berichtet brachte Bürgermeister Achim Grimm den Haushaltsplan für 2017 ein. Er warb um Zustimmung für das Zahlenwerk, über das nun in den Fraktionen und Gremien beraten wird und das voraussichtlich mit den entsprechenden Änderungen im Dezember dem Parlament zur Abstimmung vorgelegt werden soll. Den Waldwirtschaftsplan hatte Gemeindeförster Martin Starke zuvor im Fachausschuss vorgestellt und erläutert. Die Zimmerner Liste (ZiLi) beantragte, dass Selbstwerber aus dem Ort bei Holzeinkäufen im Gemeindewald eine Preisermäßigung um rund 20 Prozent unter den allgemein veranschlagten Werten erhalten sollen und dass der Überschuss aus dem Gemeindewald für die ökologische Stärkung und Ausrichtung des Waldes eingesetzt und nicht dem Allgemeinen Haushalt zugeführt werden sollte. Janek Gola begründete dies damit, dass sich der Preis für Brennholz aus dem Gemeindewald in den letzten Jahren nahezu verdoppelt habe.

Für einen Nachlass sprächen jetzt stark gefallene Heizölpreise, an die einst die Steigerung gekoppelt war, sowie die Tatsache, dass materielle Zuführungen aus dem Forst an den Allgemeinen Haushalt der Gemeinde nicht mehr erforderlich seien. „Somit könnten Holzwerber eine spürbare Entlastung erfahren“, sagte Gola. Er selber kaufe sein Brennholz bei einem Privatanbieter im Nachbarort. Dort sei das Holz bereits zerlegt, getrocknet und zudem deutlich billiger.

„Nach Gesprächen mit dem Förster sind wir dafür, alles so zu belassen, wie es ist“, sagte Bürgermeister Achim Grimm. Das Forstamt Dieburg sehe eine Gefahr, wenn einige Kunden weniger zahlen müssten als andere, und habe darum gebeten, die Preise nicht zu verändern. Marianne Streicher-Eickhoff (Grüne) argumentierte, dass es keinen Grund gebe, eine bestimmte Heizungsart zu subventionieren. „Der Markt funktioniert offensichtlich. Da sollte man sich nicht einmischen.“ Zudem sei durch das Heizen mit Holz nicht unbedingt eine Reduzierung der Kohlendioxyd-Belastung zu erreichen und „wir haben keinerlei Kontrolle darüber, wie energieeffizient die Verbrennung ist“, so Streicher-Eickhoff. Insgesamt könnte durch eine Wärmedämmung die beste Energieeinsparung erreicht werden. Bei der Abstimmung plädierten lediglich die ZiLi-Mitglieder für den eigenen Antrag.

Hinsichtlich der Fördergelder aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) war man sich nach kurzer Diskussion einig, dass die rund 1,3 Millionen Euro für die Sanierung des 40 Jahre alten Rathauses verwendet werden sollten (wir berichteten). Klarheit in die textliche Verwirrung brachte Jenny Aschenbrenner (SPD) mit dem Vorschlag, die sieben weiteren möglichen Förderprojekte als „Alternativen zur Rathaussanierung“ zu deklarieren, sofern die Rathaussanierung nicht möglich sein sollte. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

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