Internationaler Frauentreff

Rätsel um indische Hochzeit

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Zum internationalen Frauentreff im Haus Barbara kommen ganz unterschiedliche Frauen, Kinder sind auch immer wieder dabei.

Klein-Zimmern - Die Verständigung fällt auch nach einem knappen Jahr noch nicht so leicht. Seit Dezember 2014 trifft sich mittlerweile einmal monatlich, freitagnachmittags, der Internationale Frauentreff im Haus Barbara in Klein-Zimmern.

Am vergangenen Freitag sind wieder etliche Frauen gekommen. Darunter sind Klein- und Groß-Zimmerner, aber auch etliche Flüchtlingsfrauen, die aus verschiedenen Nationen nach Zimmern gekommen sind. Heute haben aber auch die Frauen, die hier schon lange beheimatet sind, ein Sprachproblem. Schwester Rosily Thomas, eine der indischen Schwestern, zeigt einen Film über die Hochzeit eines Verwandten. Naturgemäß wird darin indisch gesprochen, was außer der katholischen Schwester niemand beherrscht. Auch der Ritus ist bei der indischen Hochzeit anders als in Deutschland, auch wenn die Brautleute Katholiken sind und die Hochzeit in Rom stattfindet.

Karin Götz, Klein-Zimmerner Urgestein, ist das erste Mal beim internationalen Frauentreff. „Normalerweise habe ich freitags die Enkel, da kann ich nicht kommen. Heute sind mein Sohn und seine Familie allerdings im Urlaub. Mir hat der Film sehr gut gefallen.“ Götz könnte die Enkel allerdings auch mitbringen, im benachbarten Kindergarten gibt es extra für diese Nachmittage eine von den Frauen organisierte Kinderbetreuung. Allerdings bleibt auch so manches Flüchtlingskind lieber bei der Mama, wer weiß, was es auf der Flucht nach Deutschland oder noch im Herkunftsland erlebt hat.

Julia Glaser hat den Frauentreff seit seinen Anfängen mit organisiert. Sie ist meist bei den Treffen dabei, hat auch die Kinderbetreuung mit aufgebaut. „Die meisten Frauen kennen sich auch vom Sprachkurs, ebenso wie die Kinder, das erleichtert die Betreuung.“

In der Organisation und Veranstaltung sind auch Ewa Kupilas aus Polen und Lilian Jerez aus Bolivien tätig. Die beiden arbeiten bei der Caritas Dieburg und erzählen, dass jeden Monat ein anderes Thema auf der Tagesordnung steht. So hat man auch den Obstbauern Geibel oder den Birkenhof besucht. Es werde auch immer mal wieder gebastelt oder einzelne Frauen stellten ihre Heimatländer vor. „Wir wollen vor allen Dingen, dass die Frauen sich wohl fühlen.“ Deshalb gibt es auch immer was zu Essen, die Frauen steuerten meist auch etwas dazu bei. „Oft haben wir einen voll gedeckten Tisch.“

bea

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