Jugendsportpark an der Angelgartenstraße

Endlich ein Platz für die Jugend

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Nachdem die Prominenz den Jugendsportpark an der Angelgartenstraße eröffnet hatte, nahmen ihn die Jugendlichen der Gemeinde mit viel Elan in Beschlag.

Groß-Zimmern - Gut Ding will Weile haben – auf dieses Projekt trifft die Volksweisheit doppelt zu. Nach Jahren des Redens und Planens wurde der Jugendsportpark 2014 endlich angepackt. Von Ursula Friedrich 

Nach monatelanger Verzögerung auf der Baustelle wurde das Gelände jetzt am Samstag offiziell eröffnet. Dass Zimmerns Jugend bereits Wochen zuvor den neuen Jugendsportpark für sich erobert hatte, ist nachvollziehbar. Bälle wurden auch am Samstag von einem Basketballteam ins Körbchen katapultiert. Ein junger Biker flitzte mit seinem Rad über die hügelige BMX-Strecke. Bürgermeister Achim Grimm warb um die Aufmerksamkeit des Publikums.

Auf dem ehemaligen Festplatzgelände hätten einst Vereine große Feiern veranstaltet, erzählte er. Dnn ebbte das Interesse ab, das Gelände war weitgehend verwaist. Nach der Eröffnung der Kindertagesstätte Angelgartenstraße im Vorjahr in einem Bereich des Platzes, wurden die verbliebenen 4 000 Quadratmeter nun als Jugendsportpark angelegt. 180.000 Euro netto verschlang das Projekt, dessen Finanzierung über das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt gelang (zwischen 25 und 33 Prozent der Kosten muss die Gemeinde stemmen).

Von den ersten Ideen, die Jugendpfleger Tom Hicking 2007 mit Schülern der Albert-Schweitzer-Schulegesammelt hatte, bis zur Fertigstellung in diesem Monat war es ein langer Weg. „Manche der Jugendlichen sind inzwischen verheiratet und haben Kinder“, sagte Tom Hicking.

Die größten Sensationen der Sportgeschichte

Schön sei, so die zuständige Garten- und Landschaftsplanerin Annette Wressmann aus Klein-Zimmern, „dass dieses Projekt nicht nur am Reißbrett entstand, sondern in den Köpfen der künftigen Nutzer.“ Bolzplatz, BMX-Strecke, Tischtennis-Zone, Skaterbahn, Plätze zum Verweilen und (im Jugendslang) „Chillen“ sind entstanden.

In kalten Wintermonaten kann die Skaterbahn bei BEdarf mit geringem Aufwand zur Eisbahn umgerüstet werden. Hier gibt es Erfahrungswerte, denn die Baustelle hatte wegen des schwierigen Untergrunds riesige Pfützen, die im Winter zu Eisflächen gefroren. Die Bauarbeiten verzögerten sich um viele Monate. Auch jetzt sind noch ein paar Handgriffe nötig. Die Markierungen auf dem Basketballfeld fehlen, ein Bauwagen soll noch platziert und Rasen gesäht werden. Spielregeln gibt es nicht nur im Fußball und Tischtennis, sondern auch bei der Nutzung des Geländes.

Mit Rücksicht auf die Nachbarn werde es auch Kontrollen geben, dass Spiel und Sport nicht lautstark ausufern, wenn allmählich Ruhe einkehren soll. Für Sauberkeit sorgte die Jugend schon zuvor selbst. Im Rahmen der Juz-Aktion „Sammeln statt Gammeln“ machten junge Leute auf dem Gelände vormittags klar Schiff.

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