Herbstfrüchte sind aufgrund des Wetters in diesem Jahr Mangelware

Kaum Kürbisse auf der Waage

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Bescheidene Ausbeute: Auf gerade einmal 30 Kilo brachten es die Kürbisse, die Tom Hicking und Werner Parsczinski auf der Waage platzierten.  

Groß-Zimmern - Die Lage ist ernst, aber nicht aussichtslos. Festzuhalten gilt: Die Kürbisernte in der Gemeinde ist 2015 schlecht. So kläglich, dass auf dem Birkenhof keine der Herbstfrüchte für den Zimmerner Kürbismarkt am folgenden Wochenende entbehrt werden können. Von Ursula Friedrich 

Landwirt Thomas Schaffer organisierte von einem befreundeten Landwirt bei Limburg zumindest 20 Kürbisse. Die sollen am heutigen Montag zur Albert-Schweitzer-Schule transportiert werden. Denn dortige Schüler wollen Kürbisköpfe schnitzen, um den Kürbismarktplatz am 10. und 11. Oktober zu dekorieren. Dass am Samstag kaum ein Hobbygärtner seinen Kürbis auf dem Rathausplatz ablieferte, ist folglich kein Wunder. Die Gemeinde hatte zu der Aktion aufgerufen, in deren Fokus Jugendpfleger Tom Hicking stand. Der Sozialpädagoge wollte sich mit Kürbissen aufwiegen lassen. Dies ist missglückt. Die Ausbeute lag kurz vor Ablauf der Wiegefrist bei bescheidenen 30 Kilogramm.

Immerhin sind die abgelieferten orangenen Früchte eine Grundlage für die nächste Aktion, die noch vor dem Kürbismarkt stattfinden soll. Dem Eventkochen am Donnerstag, 8. Oktober, 20 Uhr auf dem Birkenhof bei Klein-Zimmern. Hier startet das Europaprojekt unter dem Motto „Ressource Lebensmittel“ mit Teilnehmern aus vier europäischen Ländern. Zu Zimmerns Akteuren gesellt sich eine stattliche Delegation von 30 Italienern aus der Partnergemeinde Rignano sull’ Arno, vier Teilnehmer aus Kriva Palanka (Mazedonien) und zwei offizielle Vertreter aus Virpar (Rumänien). Beim gemeinsamen Kochen regionaler Speisen stärken sich alle für ein straffes Veranstaltungsprogramm für die kommenden Tage, das am Sonntag (11.) in der Unterzeichnung einer gemeinsamen Agrarerklärung gipfelt.

Als Suppe oder Dessert - Kürbis vielseitig kombinierbar

Während am Samstag auf dem Rathausplatz noch das Fehlen von Kürbissen bedauert wurde, klagte der Verein bel(i)ebt Groß-Zimmern über fehlende Helfer. Hans Peter Wejwoda und Astrid Geiß mussten, unterstützt von zwei tüchtigen kleinen Gärtnerinnen, rund 600 Blumenzwiebeln im Erdreich der Kolping-Anlage verbuddeln. Weitere Helfer kamen nicht zur groß beworbenen Aktion. Stattdessen sammelten einige Kinder, ganz im Sinne der „Zimmern glänzt-Frontfrau“ Geiß, in Zimmerns Parkanlage liegengebliebene Wodkaflaschen eines nächtliches Gelages ein. Die verbliebenen Blumenzwiebeln (Krokusse, Tulpen und Osterglocken) werden während des Kürbismarktes an all jene Bürger verteilt, die damit öffentliche Plätze und Beete verschönern wollen. Priorität haben die Beetpaten. Etwa 25 Bürger sind im Rahmen der Initiative „Zimmern glänzt“ in der Gemeinde eine Beetpatenschaft eingegangen, hegen und pflegen kleinere und größere öffentlich Anlagen. Die Blumenzwiebeln gibt es an beiden Veranstaltungstagen in der Kürbismarkt-Cafeteria in der Mehrzweckhalle.

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