Keine Masse, aber Spitzenklasse

Kerbjahrgang 1970/71 rüstet sich fürs Silberne Jubiläum

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Pfiffig, ideenreich und immer gut drauf: Der Silberne Kerbjahrgang 1970/71.

Groß-Zimmern - Silberne Hochzeit, 25-jähriges Jubiläum, bei solchen Anlässen schwingt ein Hauch von Älter werden mit. Auf den aktuellen Silbernen Kerbjahrgang trifft das keineswegs zu. Von Ursula Friedrich 

Zugegeben, die ein oder andere Geheimratsecke, ein paar Lachfältchen und Bierpfunde werden präsenter. Ansonsten scheint der rot-weiße Jahrgang 1970/71 seit seiner eigenen Kerb vor 25 Jahren kaum gealtert. Mit viel Tatkraft und noch mehr Spaß rüsten sich die Silbernen derzeit für ihre Jubiläumskerb 2015.

Im Hof von Kerbvadder Holger Bernhard werden Traktor (ein 7 600er Ford, der gut und gerne 40 Jahre auf dem Buckel hat) und die Rolle phantasievoll umgebaut, um am Umzug königlich daherzurollen. „Wir sind zwar keine große Masse, dafür aber Spitzenklasse“, ihrem Wahlspruch werden die Silbernen auch im Jubiläumsjahr Leben einhauchen. Zumal sie noch etwas zusammen geschnurrt sind. Von ehemals 14 Kerbborschte sind noch acht übrig. Und natürlich Sandra Dressel, geborene Kress, ein Kerbmädchen „das wir alle lieben“, schwärmte Dennis Miller. Das richtige Mädel auszuwählen gehört zu den vornehmsten, aber auch kniffeligsten Herausforderungen eines Jahrgangs. „Wer passt zu uns? Hat se Charakter? Wie isse drauf?“ Miller fasste die elementaren Überlegungen zusammen. Rasch avancierte Sandra zur Nummer eins der diversen Kandidatinnen, die 1990 als Kerbmädchen aus dem Fenster steigen sollte. Und sie sagte Ja! „Sandra ist unsere Superwoman!“, schwärmen die Männer bis heute. „Sie kennt unsere Macken, wir lieben sie alle.“

Als der Jahrgang um Vadder Bernhard, Mundschenk Holger Reitz und Pfarrer Heiko Schacker in den Folgejahren ausdünnte (heute sind es noch acht Kerbborschte) hielt Sandra der Truppe die Treue. Sie reist sogar aus der neuen Münchner Heimat an, um bei Klausurtagungen (Donutfahrt auf der Lahn, Zelten am Edersee) dabei zu sein. Dass sie nur 14 waren, hat den Jahrgang nie in seiner Tatkraft ausgebremst. Im Gegenteil: Sie gründeten 1990 die Kerbdisco am Kerbmontag und hoben das Kerbminigolf-Turnier aus der Taufe.

Kerb in Groß-Zimmern

Wie in einer guten Ehe ist der kleine Jahrgang nach 25 Jahren ein nimmermüdes Team, das weiß, was es an einander hat. Im Klartext: Einen tollen Zusammenhalt wie einst an der Kerb 1990 haben sich die Männer und ihr Kerbmädchen bewahrt. Gunter Seib, Dirk Banse, Dennis Miller, Rocco Noack, Holger Harnstein, Manfred Breitwieser, Holger Reitz, Sandra Dressel und Holger Bernhard heißen die Glorreichen Neun, die auf der Jubiläumskerb nichts auslassen werden.

Von der Kerbübergabe bis zum Trauermarsch werden sie dabei sein, vielleicht sogar Kerbbobbe Wilma hervorkramen Ansonsten lautet die Devise: „Wir feiern wie alle Joar und lassen uns feiern!“

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