Jahrgang 1985/86 feiert zum zehnten Mal

„Die Kerb läwe hoch!“

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Der rot-weiße Jahrgang 1985/86 feiert aktuell seine zehnjährige Kerb. - Foto: Friedrich Tradition ist mehr als nur eine Woche voller Ekstase im August

Groß-Zimmern - Sie gingen als Wikinger und Pizzaköche, feierten euphorisch und trauerten unfasslich: Die Männer des Jahrgangs 1985/86 feiern dieses Jahr ihre zehnte Kerb und blicken auf viele bewegende Momente zurück.

Selten muss ein Jahrgang bei seiner Kerb einen solchen Schock verdauen wie die Truppe um Kerbvadder Stefan Vonderschmidt. Der legendäre Kerbbaum war am Dienstag auf dem ganzen Rathausplatz verteilt. Dieser Vandalismus gegen eines der heiligen Kerbinsignien saß als zentnerschwerer Schock tief. Im Nachhinein schweißte der Vorfall den Jahrgang jedoch noch mehr zusammen.

Und er hat ihm, wenngleich schicksalsschwer, Weisheit mitgegeben: „Die Kerbtradition, das ist mehr als nur die eine Woche im August voller Ekstase“, beschreibt es Kerbvadder Stefan Vonderschmidt. Er erklärt, dass sich hier Freundschaften und Bekanntschaften bilden, die auch über die Jahrgangsgrenzen und Kerbfarben hinaus andauern. Positiv blieb ihm auch das herrliche Kerbwetter 2005 in Erinnerung und natürlich das Kerblager beim kürzlich leider verstorbenen Walter Bormuth war „ein unvergessliches Erlebnis“, so Vonderschmidt.

In den letzten zehn Jahren hat der Jahrgang keine einzige Kerb versäumt. Die Männer waren bei den Umzügen stets mit pfiffigen Outfits vertreten. Und sie übergaben 2008 als wilde Horde an Bord eines Wikingerschiffs die Kerbbobbe am Briggelsche.

„Darum wünschen wir allen Zimm’nern, Zugeraasten, Gästen und besonders dem Jahrgang 1995/96 eine unvergessliche Kerb 2015“, sagt der Kerbvadder im Namen der ganzen Truppe und fügt weiter hinzu: „Voller Vorfreude auf das Fest der Feste bleibt nur noch zu sagen: „Die Zimmner Kerb, sie läwe hoch!“ (ula)

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