Vorschläge des Architektenwettbewerbs

Ein Kerbsymbol für den Rathausplatz

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Rot, blau und grün: Für die Kerb und andere Feste sollen der Rote Platz (im Bild 2004) und der Parkplatz auch nach der Umgestaltung nutzbar sein.

Groß-Zimmern - So langsam kommt Bewegung auf den Rathausplatz. Zwar nicht direkt auf den Platz, sondern eher in die Planung, aber bis Ende April soll über die Vorschläge zur Gestaltung entschieden werden, und danach kann es eigentlich losgehen. Von Gudrun Fritsch 

Seit einiger Zeit arbeitet ein rundes Dutzend Architekturbüros an den Vorschlägen, wie der 3000 Quadratmeter große Parkplatz hinterm Rathaus und der Rote Platz (1500 Quadratmeter) vor dem Verwaltungsgebäude umgestaltet werden könnten. Nach der Auslobung hatten sich zunächst viele für den Architektenwettbewerb gemeldet, in die nähere Wahl Bewerber, entsprechend der Referenzen und der Nähe zum Ort. Die Kosten für den Wettbewerb sind bereits im Haushalt berücksichtigt, für die Arbeiten sollen im Rahmen der „Sozialen Stadt“ Gelder beantragt werden.

Und deshalb eilt die Sache etwas, denn 2016 läuft das Bund-Länder-Programm für die Gemeinde aus. Baubeginn müsste also noch in diesem Jahr sein. Bis zum 12. Februar müssen die Entwürfe vorliegen. Auf Modelle wurde verzichtet, aber es sollen verschiedene Ansichten des Plans geliefert werden. Bis zum 24. Februar entscheidet dann eine Jury aus fünf externen Fach- und vier Sachrichtern. Zu letzteren zählen neben Bürgermeister Achim Grimm je ein Vertreter der drei Fraktionen. Als Sachverständige ohne Stimmrecht kommen aus dem Ort die beiden fraktionslosen Kommunalpolitiker, für das Gewerbe Stefan Blank, James Bennett für die Feuerwehr, Michael Reitzel als Anlieger sowie Tom Hicking für die Soziale Stadt und Peter Keller vom Bauamt der Gemeinde hinzu. Die Entscheidung wird möglichst zeitnah bekannt gegeben. Die besten Entwürfe des „nicht offenen Wettbewerbs mit vorgeschaltetem qualifiziertem Auswahlverfahren“ werden prämiert.

Danach werden die Vorschläge in den politischen Gremien vorgestellt, zuletzt entscheidet die Gemeindevertretung, wer den Auftrag tatsächlich erhält. Dieses Architekturbüro wird dann auch mit der Integration des Kerbsymbols beauftragt. Hierzu hat die Findungskommission mehrmals getagt. Zahlreiche Vorschläge waren aus der Bevölkerung eingegangen, die ausführlich besprochen wurden. Da einige der eingeteilten Jurymitglieder stets fernblieben, war die Abstimmung bei verbliebenen zehn Personen schwierig. Tatsächlich war die endgültige Entscheidung zwischen Brunnen und großen Würfeln bis zuletzt unentschieden, so dass man jetzt fünf örtliche Künstler beauftragen will, Vorschläge zur Umsetzung der beiden Ideen auszuarbeiten. Die Ideenvorschläge sollen ausgestellt und auch im Lokal-Anzeiger vorgestellt werden.

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