Kindergarten Blumenstraße

Glücklich mit dem Job

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Als sich die Erzieherinnen für das Foto aufstellten, wollten sogleich auch viele Kinder mit aufs Bild.

Klein-Zimmern - Seit knapp einem Jahr hat der Kindergarten Blumenstraße mit Ute Zimmer (57) eine neue Leiterin. Zudem hat auch der größte Teil des Teams, von den insgesamt elf Erzieherinnen sind nur noch zwei aus dem ehemaligen Team. Von Ulrike Bernauer 

Birgit Osinski, Zimmers Stellvertreterin, arbeitet seit 25 Jahren in der Blumenstraße, Maria Schwalm ist seit über zehn Jahren im Kindergarten tätig. Nach Differenzen im früheren Team ist nun wieder Ruhe eingekehrt und gutes Arbeit in der Klein-Zimmerner Kindertagesstätte möglich. „Inzwischen ist es wieder eine Einrichtung geworden, wo wir sagen, wir kommen gerne her zur Arbeit“, sagt Zimmer.

Die Leiterin ist glücklich mit ihrem Job. Vor etlichen Jahren hat sie Erzieherin und Kinderpflegerin gelernt, setzte dann aber noch zwei Ausbildungen drauf. Sie ist auch Sozialpädagogin und systemische Kindertherapeutin. „Viele sagen, ich bin für diese Stelle überqualifiziert. Aber ich wollte einfach wieder mit Kindern arbeiten und fühle mich sehr wohl in dieser Funktion.“ Zimmer arbeitete vor dem Wechsel nach Klein-Zimmern 17 Jahre lang in der Behindertenhilfe. Stolz ist sie, dass sie mit dem Team schon einiges auf den Weg gebracht hat.

Seit Oktober gibt es in Klein-Zimmern ein motopädagogisches Angebot. Man kann es mit dem Turnen vergleichen, allerdings liegt der Schwerpunkt woanders. „Es geht hauptsächlich darum, die Eigenständigkeit des Kindes zu stärken und ihm durch die Bewegung zu Sicherheit und einer Selbstwertentwicklung zu verhelfen.“ Nicht nur die Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen klappt inzwischen gut, sondern auch die mit den Eltern, dem Elternbeirat und der Verwaltung.

Mit Musik Kinder fördern

Mit einem Musikprojekt sollen besonders Kinder mit sprachlicher Verzögerung gefördert werden. Für Orffsche Instrumente, also Klanghölzer, Trommeln und andere Instrumente sind 800 Euro über den Elternbeirat bei Kita-Familien und Vereinen gesammelt worden.

52 Kinder besuchen zur Zeit die Kindertagesstätte in Klein-Zimmern. Morgens um 7 Uhr öffnet die Einrichtung und schon um diese Zeit werden viele Kinder gebracht. Bis 15 Uhr müssen die Kinder wieder abgeholt werden.

Von den 52 Kindern haben fünf einen besonderen Förderungsbedarf, deshalb arbeiten in der Einrichtung auch bis jetzt vier Integrationskräfte, bald werden es fünf sein.

Nach dem geplanten Umbau (der LA berichtete) sollen auch unter Dreijährige (U3) Kinder aufgenommen werden. Mit dem Container lässt sich das nicht machen, der bietet zwar einen Gruppenraum, aber keine Funktionsräume zum Ruhen oder Essen. Für Zimmer befindet sich eine Kindertagesstätte in permanenter Entwicklung.

„Wir arbeiten an der Konzeption, es verändert sich laufend etwas.“ Allerdings diente das vergangene Jahr hauptsächlich der Teamfindung. „Wir haben die Konflikte alle aufgearbeitet“, sagt Zimmer und fügt hinzu: „Das Wichtigste ist, dass das Kind im Mittelpunkt steht, und dass wir gute, kindgerechte Arbeit leisten.“

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