Drei Vereine feiern in Klein-Zimmern gemeinsam, unkonventionell und mit allen Generationen

200 Jahre alt und ganz viel Zukunft

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Alle Plätze besetzt: Sehr gut besucht war die 200-Jahr-Feier der drei Klein-Zimmerner Vereine bis in den späten Abend.

Klein-Zimmern - Vor zwei Jahren ist es einem Klein- Zimmerner aufgefallen: 2015 wird die Freiwillige Feuerwehr 80, der Sportverein Viktoria 70 und der Katholische Kirchen-Musikverein (KKM) 50 Jahre alt. Zusammen ergibt das 200 Jahre. Von Ulrike Bernauer 

Die Idee, den tollen Geburtstag auch gemeinsam zu feiern, war geboren. Bis zum großen Fest jetzt am Wochenende brauchte es aber noch sehr viele Treffen der Vorstände.  „So viel wie ich in dieer Zeit mit den anderen Vereinen geredet habe, habe ich in den vorhergehenden 20 Jahren nicht mit ihnen geredet“, sagte Erhard Höptner, Vorsitzender der Viktoria.

Irgendwann war man sich einig: wir feiern zusammen. „Und wir wollen tatsächlich nur feiern“, sagt Joachim Köbel von der Klein-Zimmerner Feuerwehr. „Wir beschlossen also, keine akademische Feier zu machen.“ Am Samstagabend waren die Vereinsverantwortlichen stolz, der Festplatz auf dem Gelände der Viktoria war gut gefüllt mit Besuchern. Bereits um 18 Uhr trafen die ersten Gäste ein. Sie wollen zur Weinlaube, wo man nicht nur lauschig sitzen, sondern auch den Lieder von Gerhard Kuhr lauschen konnte, der mit seinem Akkordeon den Alleinunterhalter gab. Am späteren Abend wurde er abgelöst von DJ Martin. Gegen 21 Uhr strömten noch einmal zahlreiche neue und viele jüngere Besucher auf den Platz, die den Höhepunkt des Abends, die Gruppe „The Pins“ erleben wollten. Die zwei jungen Frauen und vier Männer machten gut Stimmung auf der Bühne und brachten Jung und Alt zum Rocken.

Große Feier klappt nur gemeinsam

Die Münster Gruppe „The Pins“ heizte den Klein-Zimmernern und ihren Gästen ordentlich ein. Foto: Bernauer

Das Konzept, einfach miteinander zu feiern, ging damit voll auf. „Ein Verein alleine hätte gar nicht die Manpower gehabt, um solch ein großes Fest auf die Beine zu stellen“, sagte Köbel. Zusammen ließ es sich aber stemmen. Wobei nicht nur die drei Jubiläumsvereine die Besucher mit Essen und Trinken versorgten. „Alle Klein-Zimmerner Vereine sind involviert und helfen uns mit Diensten aus“, freute sich Höptner. Die drei Geburtstags-Vereine hatten schon im Vorfeld darum gebeten, auf die sonst bei solchen Anlässen üblichen Umschläge mit einer Geldspende zu verzichten und statt dessen lieber die eigene Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. „Insgesamt war schon die Vorbereitungszeit gut für die Dorfgemeinschaft“, stellten Höptner und Köbler übereinstimmend fest. Auch das Konzept, für alle Altersgruppen etwas anzubieten, ging auf. Schließlich sollte das Fest auch die Jugend ansprechen „Schließlich sind hier alle Vereine spitzenmäßig in ihrer Jugendarbeit“, sagte Höptner zufrieden. „Wir haben also ein Fest für die Zukunft organisiert.“

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