Einmal Querbeet

Fest mit dem KKM unter dem Motto „Musik macht Spaß“

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Auch die Jüngsten der Bläser-AG spielen ein Stück zusammen mit dem Jugendorchester.

Klein-Zimmern - Jan (8) erhält beim Straßenfest der Katholischen Kirchenmusik (KKM) noch einmal besonderen Applaus. Der Junge, der erst seit September letzten Jahres Schlagzeug spielt, hat heute sein erstes Schlagzeugsolo gespielt. Von Ulrike Bernauer 

Ncht nur von Jan sind die Besucher des KKM am Samstagnachmittag auf dem Festplatz ganz begeistert. Sie staunen, was die Kinder der Bläser-AG in noch nicht einmal einem Jahr alles gelernt haben. Es ist sehr heiß bei diesem Sommerkonzert des KKM. Wobei die Musiker das Wort Konzert wohl eher nicht in den Mund nehmen würden. Das Vorspiel ist längst nicht so straff organisiert wie bei einem Konzert, dafür dauert der Auftritt auch viel länger. Schon am frühen Nachmittag haben die Jüngsten von der Bläser-AG begonnen und bis nspät in die Nacht hinein spielt dann das große Orchester unter dem Motto „Musik macht Spaß“.

Drei verschiedene Gruppen von Musikern können die Zuschauer hören. Das Publikum wechselt immer mal wieder. Die ersten kommen zu Kaffee und Kuchen gleich nach dem Gottesdienst, den der Klein-Zimmerner Gesangverein musikalisch begleitet hat. Andere treffen erst zum Gegrillten am Abend ein. Einige ganz besondere Fans wollen sich beides einverleiben, aber auch möglichst viel Musik hören. Davon wird reichlich geboten. Das Jugendorchester spielt ein buntes Potpourri seines Repertoires und unterhält die Zuhörer rund eine Stunde.

Das große Orchester zeigt dann den ganzen Abend, welch breites Spektrum an Stücken es im Laufe der Jahre einstudiert hat. Da ist die klassische Bläsermusik dabei, die sich die Musiker noch unter Dirigent Heiko Launer erarbeitet haben. Die Zuhörer freuen sich aber auch über Abba, Glen Miller oder Helene Fischer, ein Medley der deutschen Pop-Gruppe Pur ist auch dabei. „Wir spielen heute alles, was uns und dem Publikum Spaß macht“, sagt der Vorsitzende Gerhard Kuhr. „Einmal Querbeet, was der Acker so liefert.“

Freude über den Nachwuchs

Kuhr freut sich heute ganz besonders über den Nachwuchs. Das Jugendorchester ist gut besetzt, bis auf das Schlagzeug,. Der frühere Musiker hat aufgehört. So bietet sich den Zuhörern ein ungewohntes Bild. Man kann das junge Orchester einfach so bewundern, ohne den Dirigenten Thomas Martin im Vordergrund, der sitzt hinten und schlägt Trommel und Becken. Kuhr zeigt sich zuversichtlich, dass auch im neuen Jahr an der Geißbergschule wieder eine Bläser-AG zustande kommt, so dass der Nachwuchs gesichert sein dürfte. .

„Wir freuen uns auch über die Sponsoren, die die AG überhaupt erst möglich machen“, sagt Kuhr. Denn der KKM hat hohe Ausgaben. Da müssen die Instrumente für die Neuen teilweise angeschafft werden, der Dirigent muss bezahlt werden, aber auch die Noten sind ein nicht zu unterschätzender Preisfaktor. „Wenn wir beispielsweise einen Notensatz für das große Orchester anschaffen, dann kann das 250 Euro oder mehr kosten, für ein einziges Stück“, sagt Kuhr.

Umso wichtiger sind denn auch die Einnahmen vom Straßenfest oder auch durch das alljährliche Frühjahrskonzert. Viele Helfer stellen ihre Arbeitskraft zur Verfügung, während der drei Tage, des Auf- und Abbaus und während des eigentlichen Festes. In diesem Jahr hat der KKM zudem besonders viel zu stemmen. Führt er in normalen Jahren nur zwei Veranstaltungen durch, so sind es dieses Jahr vier. Das Jubiläumsjahr begann mit dem Frühlingskonzert, ging weiter mit der kooperativen 200-Jahr-Feier von drei Klein-Zimmerner Vereinen, der KKM ist dieses Jahr 50 geworden, am Samstag folgte das Straßenfest und im Advent gibt es noch einmal ein Konzert.

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