Verbindung zwischen Leo-Steg und L 3115 polarisiert

Nicht alle wollen den Radweg

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Schon jetzt wird der Feldweg am Katzengraben von Radfahrern genutzt, häufig auch von Kindern, die zum SV Viktoria Klein-Zimmern fahren.

Klein-Zimmern - Die Planung für den Fahrradweg, der den „Leo-Steg“ mit der Landesstraße 3115 in Höhe des Sportplatzes der Viktoria verbinden soll, ist weit gediehen. So weit, dass das Bauamt inzwischen an die Ausschreibungen geht. Von Ulrike Bernauer 

Ob er in diesem Jahr noch angelegt wird, kann Bauamtsleiter Klaus Keller allerdings nicht sicher sagen.  Während das Stück zwischen Leosteg und Landesstraße in der Verantwortung der Gemeinde liegt, sollen die letzten 150 Meter entlang der Landesstraße von Hessen Mobil gebaut werden und Keller kann noch nicht sagen, ob die Verkehrsbehörde des Landes in diesem Jahr die Mittel bereit stellen wird. Vereinbart ist, dass Groß-Zimmern die Planungskosten übernimmt, Hessen Mobil hingegen die Baukosten entlang der Landesstraße.

Eigentlich würde die Gemeinde viel lieber den Bau eines Radweges zwischen Groß- und Klein-Zimmern gänzlich entlang der L 3115 sehen, aber das kann – wohl auch wegen der Brückenarbeiten – noch Jahre dauern. Deshalb will die Gemeinde nun zur oben beschriebenen Ersatzlösung greifen. Schon heute nutzen viele Radler den Weg zwischen den Wiesen und über den Leosteg. Manche biegen gleich hinter dem Leosteg ab und fahren zwischen dem Katzengraben und den Gärten auf der unbefestigten Uferbegrenzung. Andere ziehen die Straße „Am Katzengraben“ vor und fahren dann über den Wehrweg und viele dann auch über das Gelände des St. Josephshauses. Letzteres ist allerdings Privatgelände. Um diesen Umweg über das St. Josephsgelände zu ersparen, ist nun der Ausbau eines Fahrradweges vom Wehrweg bis zur Landesstraße geplant. Er soll am westlichen Gelände des St. Josephshauses entlang führen und gegenüber der Viktoria auf die Landesstraße stoßen.

Feldweg jetzt schon als Radweg benutzt

Während ursprünglich einmal angedacht, auch den Feldweg zwischen dem Katzengraben und der Straße „Am Katzengraben“ zu asphaltieren, ist dies laut Bauamtsleiter Keller inzwischen vom Tisch. Der Weg soll so belassen werden. Damit wäre auch einer der Hauptkritikpunkte der Anwohner des Katzengrabens hinfällig, die sich gegen den Fahrradweg ausgesprochen haben.

Susanne Pullmann und Zlata Strauß erhoben auch im Namen der anderen Hauseigentümer auf der westlichen Seite der Straße „Im Katzengraben“ Einspruch, weil damit wieder ein Stück Natur weichen müsste. Der Feldweg werde jetzt schon als Radweg genutzt und es wäre schade, wenn diese Art „Naturschutzgebiet“ einem asphaltierten Weg weichen müsse.

Anwohner befürchten Lärmbelästigung

Die Anwohner befürchten weitere Lärmbelästigungen unter anderem durch Mofas oder Mopeds, die ihrer Meinung nach den Weg schon jetzt stark frequentieren. Außerdem halten sie den Bau des Radweges für unnötig. Sinnvoller sei ein Radweg entlang der Landesstraße.

Pullmann und Strauß können sich zwar noch immer nicht mit dem Radweg anfreunden, der kommen wird, nachdem er durch die Gremien des Gemeindeparlaments gegangen ist. Allerdings zeigen sie sich erleichtert, dass der Weg nun nicht asphaltiert wird. „Das war unser Hauptkritikpunkt“, so die Anwohnerinnen.

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