Spendetermine in Groß-Zimmern sind stets gut besucht

233 kommen, um mit ihrem Blut zu helfen

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Spitzenreiter: Janek Gola wurde für 125. Mal Blut spenden geehrt - die DRK-Aktive Bettina Gibson-Altmann überreichte Urkunde und Geschenke, erhielt im Gegenzug jedoch ebenfalls eine Ehrung für ihre 50. Blutspende.

Groß-Zimmern - Fünf bis sieben Liter Blut fließen durch einen Menschen - je nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht variiert diese Menge. 62,5 Liter seines Lebenssaftes spendete Janek Gola in den vergangenen Jahrzehnten, um schwerkranken Menschen oder Unfallopfern zu helfen. Von Ursula Friedrich 

Für seine 125. Blutspende erhielt der Marathonspender neben der Goldenen Ehrennadel des DRK-Blutspendedienstes am Donnerstag ein edles Tröpfchen Champagner. Das Lunchpaket, eine XXL-Tafel Schokolade oder ein Glas Honig gab es für alle 233 Bürger, die zum Blutspenden in die Mehrzweckhalle kamen. Zum zweiten Mal in diesem Jahr hatte der DRK-Ortsverein Groß-Zimmern zum „Aderlass“ aufgerufen, vier Mal richten die Aktiven jährlich mit großem Aufwand die Spendentermine aus.

Von den 32 Helfern trugen viele selbst dicke Verbände am Arm - auch sie hatten sich einen halben Liter Lebenssaft abnehmen lassen. Die DRK-Aktive Bettina Gibson-Altmann flitzte umher, um treue Spender mit Urkunden, Ehrenabzeichen und kleinen Präsenten für ihre Opferbereitschaft zu danken. Nur einmal unterbrach sie dieses Ritual, stand sie nach ihrer 50. Blutspende doch selbst in der Reihe jener, denen man Dank sagen musste.

Gemessen am Landestrend ist Groß-Zimmerns Blutspendetermin stets überdurchschnittlich gut besucht. Im benachbarten Reinheim etwa werden an starken Tagen 180 Spender gelistet, in Zimmern sind es deutlich mehr.

230 Menschen kamen im Januar zur ersten Veranstaltung in diesem Jahr, diesmal waren es 233. Elf Bürger waren Erstspender, 22 konnte aufgrund unterschiedlichster Ursachen  kein Blut abgenommen werden. „Sie bekommen aber trotzdem ein Geschenkpäckchen“, sagte Bettina Gibson-Altmann, „schließlich haben sie sich auf den Weg gemacht, um zu helfen.“

Vielleicht ist es diese Herzlichkeit, die Zimmern auch bei auswärtigen Spendern beliebt macht. Rund zehn Prozent der Blutspender kommen von außerhalb. Manch einer verabredet sich, um anschließend bei Kaffee, Kuchen und deftigen Brötchen und mehr noch eine nette Zeit mit Bekannten zu verbringen. Diesmal lockte außerdem die Aussicht, einen von drei Segelflügen zu gewinnen. „Blutspenden in Zimmern ist immer ein positives gesellschaftliches Ereignis“, sagte Janek Gola, der seit seinem 18. Lebensjahr spendet.

Der DRK-Ortsverein hält die Organisation der Spendentermine durch den DRK-Blutspendedienst schon seit Jahrzehnten durch. „Wir fiebern dem Oktober 2017 entgegen“, so Gibson-Altmann, „dann feiern wir 60. Jahre Blutspenden in Zimmern.“

Dass die Abgabe des Lebenssaftes für die meisten keine einmalige Angelegenheit ist, verdeutlicht die Statistik. Etliche Ehrungen stehen bei den insgesamt vier Terminen im Jahr an.

Nach Janek Gola wurden zwei Spenderinnen für ihre 75. Gabe geehrt: Dr. Karin Olt und Irmgard Mieth. Zum 70. Mal spendeten Edith Hornung und Thomas Döbert, zum 50. Mal Karl-Heinz Fischer, Bettina Gibson-Altmann und Thomas Kreher. Geehrt wurden außerdem Andreas Geier (40. Spende), Sarah Kolbe, Tobias Mai und Andrea Reitzel für ihre jeweils 30. Spende. Christian Wiedekind, Stefan Willi Beyer, Mehmet Blumus, Mathias Reitzel und Kirsten Lehr kamen zum 25. Mal.

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