Gründerin Heidrun Fornoff ist mit Begeisterung dabei

Krabbelgottesdienst feiert 20-Jähriges

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Der Krabbelgottesdienst hat einen ganz besonders familiären Rahmen.

Groß-Zimmern - 20 Jahre ist es nun her, da gründete die Pfarrersgattin Heidrun Fornoff den Krabbelgottesdienst. Von Ulrike Bernauer 

Ihre Motivation war eine sehr persönliche, ihre Kinder sollten schon in sehr jungen Jahren an den christlichen Glauben und die evangelische Gemeinde herangeführt werden. Sie suchte Mitstreiter, die im Laufe der Jahre jedoch immer mal wechselten, weil die meisten sich so lange engagierten, wie ihre Kinder den Gottesdienst für die Jüngsten besuchten. Am Sonntag feierte man das 20 Jährige mit einem Krabbelgottesdienst, der sich kaum von den anderen unterschied. Es waren allerdings Gäste eingeladen und auch gekommen. Darunter waren einige Eltern, die früher einmal diese besonderen Gottesdienste vorbereitet hatten. Die jungen Teilnehmer hingegen waren wie sonst auch im Alter zwischen zwei und rund acht Jahren.

„Inzwischen sind wir schon sehr routiniert“, sagt Heidrun Fornoff, die wieder ein Team um sich geschart hat. Zurzeit gehört Gemeindepädagogin Manuela Bodensohn dazu, aber auch einige ehemalige Konfirmandinnen, die sich gerne um die Kleinen kümmern und auch Ideen zur Gestaltung des Gottesdienstes beisteuern.

Freundschaftsbändchen beschäftigen Kinder

Um David und Jonathan und die Freundschaft ging es am Jubiläums-Sonntag. Pfarrer Michael Fornoff sprach zum Thema, allerdings nur kurz. Damit die Jüngsten nicht die Geduld verlieren, wird auch viel gesungen und es gibt Mitmach-Aktionen. Passend zum Thema wurden diesmal Freundschaftsbändchen geknüpft. Das beschäftigte die Kinder eine Weile. Mit Eifer waren sie bei der Sache. Nur als der Schmuck dann ausgetauscht werden sollte, gab es ein paar Schwierigkeiten. So manches Krabbelkind nahm gerne das Bändchen, das ihm geschenkt wurde, wollte sich jedoch partout nicht von dem eigenen Freundschaftsband trennen. Fornoff will den Krabbelgottesdienst eigentlich nicht mehr leiten, macht aber doch weiter. „Wenn ich Oma bin, höre ich auf. Aber im Moment macht es mir noch viel Spaß“. Durch die Routine, die sie gewonnen hat, dauert die Vorbereitung meist nur anderthalb bis zwei Stunden. Dann muss an dem jeweiligen Sonntag auch noch gekocht werden, weil sich normalerweise ein Mittagessen an den Gottesdienst anschließt. Zum Geburtstag wollten sich allerdings die Ehemaligen danach noch einmal zusammensetzen.

Rund zehn dieser besonderen Gottesdienste, zu denen zwischen 20 und 30 Kinder mit ihren Eltern kommen, gibt es im Jahr. zwei davon fallen allerdings auch aus diesem Rahmen. Der eine ist zu St. Martin mit dem anschließenden Laternenumzug, der zweite ist die Waldweihnacht, die an der Waldschule stattfindet.

Der nächste Krabbelgottesdienst ist am Sonntag, 26. Juli. Zum Sommerabschluss wird danach gegrillt.

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