Kunst im Mehrgenerationenhaus

Unterschiedliche Bilder von dem, was Heimat ist

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Die eigene Vorstellungen von der Heimat hat dieses pakistanische Ehepaar auf die Leinwand gebracht.

Groß-Zimmern - Ein reges Kommen und Gehen herrschte am Dienstag im Mehrgenerationenhaus (MGH). Etliche Menschen waren der Einladung gefolgt, einfach so mal künstlerisch tätig zu werden und ihre Vorstellung von Heimat zu malen. Von Ulrike Bernauer 

Organisatorin Monika Behlke war froh, dass manch einer schon früh mit seinem Bild fertig war und so den Neuankömmlingen Platz machen konnte. Es waren alle Zimmerner eingeladen, aber ganz besonders Menschen mit Migrationshintergrund und die Bewohner des benachbarten Seniorenheimes. Das Projekt wurde im Rahmen der Ausstellung Asyl durchgeführt, die im MGH zu sehen ist.

Ihre Heimat sollten die Besucher malen und aus den Bildern wurde ersichtlich, wie unterschiedlich das ist, was man mit dem Begriff verbindet. Ein Ehepaar aus Pakistan etwa malte sehr farbenfroh. Während der Ehemann viele Aspekte der fernen Heimat in sein Bild packte, beschränkte sich seine Frau auf die Ansicht des Meeres. Maity Held hingegen lebt schon seit vielen Jahren in Groß-Zimmern. Sie stammt aber aus Nepal und malte folglich die nepalesischen Gipfel. Ilse Schumann, auch wohnhaft in Zimmern, versuchte sich an einem typischen Haus aus ihrer Heimat Künzelsau. Mit ganz klaren Vorstellungen, was sie malen wollte, war Roswitha Maho gekommen. „Ich habe mir das schon zu Hause überlegt. Ich male die beiden Kirchtürme.“ Die Werke der Hobbymaler können die Zimmerner beim Kürbismarkt sehen, dann wird es eine Ausstellung geben. Danach können die Künstler ihre Gemälde mit nach Hause nehmen.

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