Baumeister präsentieren stolz Produkte aus 120.000 Steinen

Legoland wird abgebaut

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Großes Finale: Die 17 Baumeister des Königreichs Brixx feierten die Fertigstellung ihrer Riesenlegoburg.

Gross-Zimmern - Im Legoland herrscht Partysstimmung: Nach viertägigem Marathoneinsatz feierten die 17 Baumeister der Brixx-Burganlage am Freitag die Fertigstellung ihres Projekts. Von Ursula Friedrich 

Gut 120.000 Steine hatten die Ferienkinder rund um Brixx-Architekt Karl Axt zu Wehrtürmen, Burgmauern, Zinnen, Häusern und dem trutzigen Burgfried zusammengefügt. „An den ersten beiden Tagen haben wir noch Spiele zwischen die Bauphasen eingeschoben“, erzählte Sozialpädagoge Tom Hicking, der sich trotz seines Urlaubs am Ferienprojekt im Jugendzentrum beteiligte. Am dritten Tag entbrannte das Legofieber ungehemmt und es wurde non stop gebaut. „Ein Junge aus Somalia hat uns an drei Tagen verstärkt“, sagte Elke Axt, die sich im Fahrwasser ihres Mannes dem Legovirus nicht entziehen kann.

Axt ebnet sich mit den bunten Bausteinen eine zweite Karriere, als Legotherapeut und -eventmanager. Im imaginären Königreich Brixx gelang es dem ehemaligen EDV-Projektleiter mühelos, die Ferienkinder (16 Jungen und ein Mädchen) für das Riesenlegovorhaben zu begeistern. Im Legosteinbruch schürfte das Jungvolk nach Teilen - 200.000 Steine standen zur Verfügung.

Die Burganlage von sechs Metern Durchmesser, mit Wehrtürmen und Zugbrücke, wurde am Freitag im Turbogang fertiggestellt. Trotz wunder Fingerkuppen spielte Bente, einziges Mädel unter den Baumeistern, ein Intro auf ihrer Klarinette. Dann brandete der Beifall auf. Eltern und Geschwister, aber auch interssierte Gäste wollten die Enthüllung des finalen Objektes nicht verpassen. „Fallen Sie nicht in den Burggraben“, scherzte Axt, als das Publikum die Festung bewunderte.Während die Baumeister stolz ihre Zertifikate präsentierten und bei Kuchen neue Kräfte schöpften, zogen düstere Wolken auf. Legoland muss wieder abgebaut werden. Schon am Wochenende benötigte Axt die bunten Steine für eine Messe in Saarbrücken. Was bleibt, ist die Sisyphusarbeit, die imposante Burg Stein für Stein abzutragen.

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