Friedensschule feiert mit Texten und Gebasteltem

Lesbares und mehr beim Bücherfest

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So manche Lesung findet in eher intimen Rahmen statt.

Groß-Zimmern - Die Beschäftigung mit dem Wort kann auf äußerst vielfältige Art und Weise geschehen, das bewies am Freitagnachmittag das Bücherfest in der Friedensschule. Hier gab es sowohl die klassischen Aktionen rund um das Buch, aber noch einiges mehr. Von Ulrike Bernauer 

Beim Fest der Grundschule wurde auch viel gebastelt: ein Lesemonster beispielsweise oder ein Igel. Andere Basteleien hatten wiederum viel mit dem geschriebenen Wort zu tun. Bei den Türschildern etwa konnten die Kinder nicht nur die Buchstaben für ihre Namen aus einem Setzkasten drucken, sondern auch Schilder mit Ver- oder Geboten. Für „Rauchen verboten“ hatten sich Lasse und Amani entschieden, Josh zog es vor „Stör mich bitte!“ zu drucken. Für die Jüngeren war eher die Aktion: mit der Schere ein ABC gestalten.

Natürlich fanden in den Klassenräumen auch ganz traditionell gestaltete Lesungen statt. Musiklehrerin Gabi Joest erzählte die Geschichte „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ im Kerzenlicht. Mal flüsterte die Lehrerin, mal brummte sie, wenn sie beispielsweise den Bären darstellte, der neben dem Hasen und dem Fuchs in einer bitterkalten Winternacht bei Wanja Unterschlupf suchte. Die Mädchen, die der Geschichte lauschten, waren beeindruckt. Eines war extra für diese Geschichte gekommen: „die habe ich schon im Kindergarten gerne gehört“.

Ganz besonders hatte sich die Klasse 4 c auf das Fest vorbereitet. Die Schüler der Eulenklasse hatten in den Wochen zuvor Fabeln geschrieben, die sie nun einem großen Publikum vortrugen. Christian erklärte erst einmal, was eine Fabel ist: „eine kurze Geschichte, in der meistens Tiere die Hauptdarsteller sind, und die am Ende eine Moral hat.“ Eine Lügengeschichte hatten Chiara, Isabell, Jessica, Irina, Elena und Diara geschrieben.

Einige Jungen hatten ihre Fabel um einen Hamster, eine Maus und einen Luchs herum gestrickt. Parallel zum Schreiben haben die Kinder auch noch gemalt. Ihre Bilder zeigten sie während sie vorlesen, als Ausmalbilder konnten sie später auch mitgenommen werden.

Die Besucher konnten sich bei einem Bücherflohmarkt mit neuer Literatur für Kinder und Erwachsene eindecken und sich bei einer Bücherausstellung der Buchhandlung Lesezeichen über die neuesten Buchtrends informieren. Sportlich betätigen konnten sich die Schüler und BEsucher bei verschiedenen Motto-Murmelbahnen, die auch selbst gestaltet wurden. Hier mussten sich die Murmeln ihren Weg in einem Fußballstadion oder in einer Geisterbahn suchen.

Viele Kinder und auch Erwachsene freuten sich, eine alte Bekannte wiederzusehen. Die frühere stellvertretende Schulleiterin Elisabeth Beskrowny war nicht nur zu Besuch gekommen, sondern sie las auch selber vor.

Während in den meisten Klassenzimmern Aktionen stattfanden, gab es auch einige Räume zum Ausruhen oder um sich zu stärken. Es wurden Waffeln gebacken, in der Cafeteria gab es neben Getränken auch Kuchen und immer mal wieder duftete es nach Würstchen. Im ganzen Schulhaus schwirrte es nur so von Kindern und Eltern. Letztere freuten sich, dass sie mal wieder einen Grund hatten, die Schule ihrer Kinder mit anderen Augen zu sehen.

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