Ein Löwe in Australien

Ferienspielkinder lernen spielerisch Australien kennen

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Australien entsteht als dreidimensionales Bild während der Winterferienspiele.

Groß-Zimmern - Nail (8) und Furkan (7) malen voller Eifer. Beide haben das selbe Motiv, einen Löwen. Den verorten die Jungen in Australien. Der Kontinent ist diesmal Thema der Winterferienspiele. Von Ulrike Bernauer 

Zwar gehört die Großkatze mit der imposanten Mähne nicht unbedingt nach Australien, aber die Tiere, die dort leben, sind dennoch Thema. Carolin und Svenja (beide 11) fällt das Känguru ein und dann noch der Koala-Bär. Die Kinder- und Jugendförderung hat mit Australien 21 Kinder zwischen sechs und 12 Jahren angelockt, die nun von ihren vier Betreuern einiges über den Kontinent lernen. „Wir haben uns zunächst beim Vorbereitungstreffen einiges aus Büchern und dem Internet angelesen“, sagt Betreuerin Nadine Coym. Schließlich liegt Australien nicht gerade um die Ecke.

Betreuer Axel Hottes hat die lange Reise schon einmal auf sich genommen und von dort einen Bumerang mitgebracht, den man im Laufe der Ferienspielwoche noch nachbauen will. Basteln steht häufiger auf dem Plan. Am Dienstag sind die Kinder damit beschäftigt, Regenmacher herzustellen. In eine runde Papprolle werden viele kleine Nägel geschlagen, die Rolle wird anschließend mit kleinen Steinen gefüllt. Kippt man sie, hört es sich so an, als würde es regnen. Die Rollen werden natürlich auch noch mit Farben bunt angemalt. Alesia ist gerade dabei, noch viele Federn aufzukleben und ihren Regenmacher damit in ein Schmuckstück zu verwandeln. Auch die anderen Kinder sind konzentriert bei der Arbeit.

Konzentriert basteln die Ferienspielkinder an ihren Regenmachern.

Carolin und Svenja hingegen beschäftigen sich zusammen mit Alan (12) ganz intensiv mit dem Kontinent Australien. Sie haben ihn zusammen mit anderen Kindern bildnerisch dargestellt. Eine große Styroporplatte wurde mit der Form von Australien skizziert und wird nun von den Kindern bunt bemalt. Australien bleibt aber nicht zweidimensional, Berge sind aus Zeitungspapier geformt worden und erheben sich aus der Platte. Ganz deutlich erkennt man den Ayers Rock, er strahlt im Gegensatz zu den anderen Bergen in rot. Die Küste wird gesäumt von selbst gebastelten Papierbäumen und später wird auch noch die Tierwelt den Kontinent bevölkern. Den Koala Bären gibt es gleich zweimal: einmal ausgeschnitten aus einer Zeitung und dann noch gebastelt von Svenja. Auch das Great Barrier Reef wird noch an der Küste wachsen, Korallen und eine Qualle haben die Kinder ebenfalls selbst angefertigt.

Sogar über die Größenverhältnisse haben die Kinder etwas gelernt, Deutschland ist viel, viel kleiner als Australien, „etwa wie eine Maus zu einem Hund“, sagt Betreuer Müller. Die Kinder werden bei ihren Bastelarbeiten noch so einiges über den Kontinent lernen. Körbe haben beispielsweise die Aborigines, die Ureinwohner, geflochten. Die Zimmerner Kinder freuen sich schon darauf, es ihnen nachzutun.

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