Bei 1,95 Meter wird mit „Lanox“ geteilt

„Everthing“ gibt alles an der Mauer

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Hunderte Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe in der Reitsporthalle. Besonders beliebt ist immer wieder das Mächtigkeitsspringen. Maximilia Krauß (Bild oben) holte den zweiten Platz im M*-Springen.

Groß-Zimmern - Nomen est Omen – gilt diese Weisheit auch für den Pferdesport? Möglich. Beim Mächtigkeitsspringen, dem gesellschaftlichen Höhepunkt des viertägigen Sportereignisses beim Reit- und Fahrverein, sattelte Jörg Kurbel seinen stattlichen Wallach „Everthing“. Von Ursula Friedrich 

Das gigantische Pferd machte seinem Namen alle Ehre und gab alles, während „Cous Cous“ unter Franz Salzgeber schon in der ersten Runde ausschied. Ob ihn der Hafer lockte? Auch mit „Vision“ war in dem mit bis zu 1,95 Meter hohen Sprüngen bestückten Parcours kein Schnitt zu machen. Und „Quick Rubin“ war zwar schnell, aber letztlich kein glanzvoller Sieger.

Das mit viel Musik und guter Stimmung unterlegte Spektakel – Massen von Menschen drängten sich am Abend in der Reithalle – machten letztlich zwei Teilnehmer untereinander aus. „Lanox“, ein riesiger Brauner unter Stefan Fundis, hatte die vielversprechendere Karriere. 17 Siege in Mächtigkeitsspringen und einen Rekord von 2,20 Meter. Nach drei Umläufen lagen „Lanox“ und „Everthing“ gleichauf, die Mauer im Zentrum des Parcours maß inzwischen 1,95 Meter. Nur neun Bewerber hatten für den Preis der Gemeinde Groß-Zimmern und des Golfsportparks von Bernd Pullmann gesattelt. Die Höhe der Hindernisse liegt dabei noch einmal deutlich über dem Maximum der schwersten Turnierprüfungen, der S-Springen.

Dem großen Stechen setzte der sportliche Gedanke zur Schonung der vierbeinigen Partner ein Ende. Nachdem „Lanox“ und „Everthing“ gemsengleich die Riesenmauer überwunden hatten, teilten sich ihre Reiter Ruhm und Sieg – und die Prämie von 1 160 Euro.

Hallenfestival der Springreiter in Groß-Zimmern

Kaum wurden die tapferen Sieger Richtung Hafertrog geführt, wichen die Hindernisse einer mobilen Musikanlage. Partyzeit für Reiter und Gäste. Nach drei sportlichen und vergnüglichen Tagen war Vereinschefin Petra Krauß bester Dinge. Guter Springpferdesport, vor allem verletzungsfrei, ein geglückter Veranstaltungsverlauf dank des routinierten Teams und schöne Erfolge standen am Tag drei des Hallenfestivals der Springreiter zu Buche. Bereits hier zeichnete sich ab, dass die heimischen Reiter diesmal große Erfolge einstreichen. Laura del Gesso siegte auf „Kosmos“ im M*-Springen und mit „Kapstadt Ask“ in der Springprüfung Klasse A**. Jörg Laux hatte mit seinem Nachwuchspferd „Chariba“ im L-Springen das große Los gezogen und siegte, in einer weiteren L-Prüfung holt Jens Christ auf „Olivia“ den Sieg nach Groß-Zimmern. Auf „Sympatica“ erritt sich Maximilian Krauß den zweiten Platz im M*-Springen. Das Team musste sich– Nomen est Omen – nur dem Viernheimer Bernd Herbert geschlagen geben, denn der hatte seinen ehrgeizigen Kämpfer „Lutz Löwenherz“ gesattelt. Ein ausführlicher Bericht mit den Ergebnisse folgt am Donnerstag (17.) im Sportteil unserer Zeitung.

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