Gut 350 Teilnehmer folgen Reiter im roten Mantel

St. Martin: Teilen ist aktueller denn je

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Gespannt warten die Kinder an der Kirche auf St. Martin, der den Umzug anführt.

Groß-Zimmern - Er kommt irgendwie aus dem Nichts und verschwindet am Ende auch wieder dort. Der Reiter im roten Mantel macht Halt an der katholischen Kirche und zieht mit seinem Pferd dort Kreise, bis sich nach einer kurzen Andacht der Laternenzug formiert hat. Von Klaus Holdefehr 

Derweil singt Pfarrer Christian Rauch begleitet vom Bläserchor ein Lied über den römischen Soldaten mit Sinn fürs Soziale. Auch im Gottesdienst gab’s schon Musik. Tanja Ihring hat auf der Gitarre musiziert, und außerdem haben die „Minis“ ein Martinsspiel aufgeführt. Die Minis, das sind die ganz jungen Messdiener der katholischen Kirchengemeinde. Die ist ebenso an der Organisation des herbstlichen Lichterzugs beteiligt wie Ordnungsamt und Feuerwehr und vor allem der katholische Kindergarten.

„Seit vielen Jahren machen wir diesen Martinszug, seit wie vielen weiß ich nicht, denn ich bin erst seit 2010 hier“, sagt Markus Silhanek, stellvertretender Leiter des der katholischen Kindertagesstätte. Das ist echte Tradition, wenn ihre Anfänge im Dunkel der Geschichte verschwinden.

Zum Start des Zugs ist es dann auch schon recht dunkel, aber das lässt die vielen Laternen viel heller leuchten. Mitten im Berufsverkehr, den Feuerwehr und kommunale Ordnungskräfte für ein paar Minuten unterbrechen, geht’s über die Wilhelm-Leuschner- zur Kirchstraße und dann durch die enge Kreuzstraße mit ihrem alten Baubestand, der das Bild besonders romantisch macht.

Bilder: Kürbismarkt in Groß-Zimmern

Am Roten Platz gibt es einen längeren Halt und ein weiteres Martinslied, dann lenkt Sankt Martin, alias Bernd Klober, seinen Gaul in die Jahnstraße und verabschiedet sich schließlich in der Kettelerstraße von Kindern, Eltern und Helfern. Die versammeln sich um das große Lagerfeuer auf der „Bartholomäus-Ranch“ hinter der Kirche und bleiben bei milder Witterung bis weit in die Dunkelheit.

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