Eckladen in der Jahnstraße erhält neue Bedeutung

Mehr Qualität in der Fortbildung

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Zahlreiche Gäste waren zur Eröffnung des Kompetenzzentrums der Gersprenz gGmbH in der Jahnstraße gekommen, zu den Rednern zählte unter anderen Landrat Klaus Peter Schellhaas.

Groß-Zimmern - Schon im Schaufenster ist zu sehen, dass es einen neuen Mieter gibt. Das Eckhaus in der Jahnstraße 18 beherbergte zuletzt einen Geschenkeladen, davor wurden dort Lebensmittel verkauft.

Die Gersprenz gGmbH hat die Räumlichkeiten angemietet und hier ein „Kompetenzzentrum“ eingerichtet. An die Geschichte des Eckladens erinnerte sich Bürgermeister Achim Grimm, der als Verwaltungschef der Gemeinde froh ist, dass dieser Leerstand in der Jahnstraße nur von kurzer Dauer war und sich schnell ein zuverlässiger Mieter gefunden hat.

Am Freitag wurden die neuen Räumlichkeiten eingeweiht, Gersprenz-Pflegedirektorin Lucia Baumgärtner-Griffiths freute sich, viele Gäste begrüßen zu dürfen. Neben Bürgermeister Grimm war auch Landrat Klaus Peter Schellhaas gekommen, schließlich ist auch der Kreis an der Senioreneinrichtung-Gersprenz beteiligt. Die Gesundheitsberufe, darunter auch die Pflegedienste, seien heute wichtiger denn je und auch die Fortbildung nehme einen großen Stellenwert ein. Mit den Räumlichkeiten in der Jahnstraße habe man nun hervorragende Bedingungen, lobte Schellhaas und ergänzte: „Die Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital“. Ihnen sei es zu verdanken, dass die Gersprenz der attraktiv-ste Anbieter auf dem Pflegemarkt sei, der sich trotz großer Konkurrenz im Ostkreis etabliert habe. Die gGmbH schreibe schwarze Zahlen und die Mitarbeiter könnten sich über einen sicheren Arbeitsplatz freuen. Die Rahmenbedingungen in der Pflege würden sich fortlaufend ändern, aber die Gersprenz an und für sich sei im Landkreis nicht in Frage gestellt. In der Diskussion sei höchstens eine neue Trägerschaft, aber kein Verkauf der Seniorendienstleistungs gGmbH.

Für die Ausbildung von Altenpflegern müsse mehr getan werden, betonte Bürgermeister Grimm. Vor allen Dingen müssten neue Ausbildungsplätze geschaffen werden. Mit dem Kompetenzzentrum sei der richtige Schritt zur Fortbildung von Fachkräften getan. Der demogra-fische Wandel mache auch vor dem Landkreis Darmstadt-Dieburg nicht halt. Die Gesellschaft werde älter und damit werde die Bedeutung der Pflegeberufe zunehmen.

Baumgärtner-Griffiths forderte eine Reduktion der Dokumentationsarbeit auf das Unverzichtbare und eine Optimierung des Pflegeprozesses. Durch das Kompetenzzentrum seien nun optimale Bedingungen für die Weiterbildung der schon beschäftigten Mitarbeiter geschaffen. Dennoch müsse man sich für die Zukunft mit neuen Herausforderungen wappnen.

Zu der Veranstaltung waren auch etliche Mitarbeiter eingeladen worden. Viele von ihnen konnten sich nicht nur über einen Fresskorb freuen, sondern auch über eine Auszeichnung für herausragende Leistungen in ihrem Beruf. Ein gut sortiertes Büffet wartete nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung auf die Gäste, die sich zum informellen Austausch noch eine ganze Weile in ihrem neuen Kompetenzzentrum aufhielten. (bea)

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