Bälle fürs Fest der Feste einlochen

Minigolfturnier im Zeichen der Kerb

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Unterstützten bei der Organisation: die Ehemaligen des Jahrgangs 95/96.

Groß-Zimmern - „Wem is die Kerb? Unser!“, bald werden die fröhlichen Gesänge und Sprüche der Jahrgänge unüberhörbar durch die Straßen schallen. Von Ursula Friedrich 

Um die Zeit bis zum Beginn des größte Heimatfests Ende August zu verkürzen, waren Jahrgänge und Kerbfans am Samstag sportlich gefordert. Das eigene Minigolfturnier lockte schon ab zehn Uhr Teilnehmergruppen in die Adolf-Kolping-Anlage, die am Tag zuvor zum Turnierplatz umgerüstet worden war. Hier musste sich der neue Jahrgang 1996/97 einmal mehr als Gastgeber beweisen. In Kooperation mit dem Kerborganisationsausschuss (KOA) wurde eine Sportveranstaltung gestemmt, die von A bis Z vom Geist der Kerb durchdrungen war. Bei idealen Wetterbedingen (es regnete nicht, war nicht zu heiß, das Bier blieb lange kühl) starteten die Teams des 13. Minigolfturniers auf die Bahn.

Beim Andrang um Essens- und Getränkemärkchen sowie Schläger gab es ein paar lange Gesichter: Alle Schläger waren vergriffen, warten angesagt. Die Kerbneulinge, 19 an der Zahl, schwitzten unter der Herausforderung und hatten tags zuvor vom Vorjahresjahrgang 1995/96 dankbar Unterstützung angenommen. Wer gut ausgestattet loslegte, hatte Spaß daran, an den selbst gezimmerten, pfiffigen Stationen sein Glück beim Einlochen zu versuchen. Dass die Begründer des Minigolfturniers mit am Start waren, war Ehrensache. „Wer hat’s erfunden?“ lachte die lustige Truppe des Jahrgangs 1970/71, „wir!“ 2004 hatten die Urheber des Turniers zur ersten Runde auf die neun selbst gezimmerten Bahnen eingeladen. Nach zehn Jahren gab der Jahrgang die Veranstaltung an Jüngere ab. Seitdem richten stehts die „Aktuellen“ ein Turnier aus und ergänzen den Parcours um eine Eigenkreation.

Überhaupt: Das Protokoll bis zur Feier der Kerb, traditionell am Tag des Heiligen St. Bartholomäus, ist Veränderungen unterworfen. Aus dem Veranstaltungskalender verschwunden ist die Kerbvorparty. „Sehr aufwändig, wetterabhängig, und eventuelle Konkurrenzveranstaltungen muss man auch berücksichtigen“, so Koa-Mitglied Sven Heil. Da auch die Besucherzahlen zurückgegangen waren, wurde diese Party gestrichen.

Bilder zum Abschluss der Kerb

Weil die Ausrichtung der Kerb teuer ist, wurden andere Wege gefunden, um Einnahmen zu rekrutieren. Die Kerbborschte beteiligten sich am Kürbismarkt 2015, waren am 1. Mai und dem Jahrmarkt der Vereine aktiv, um das Sparschwein fürs Fest zu stopfen. Und bevor die neuen Borschte ihre Schlachtrufe anstimmen, steht eine wichtige, jüngere Kerbtradition an: Die Kerbtaufe im Gailsloch. Erst, wer mit den Wassern der Gersprenz gewaschen wurde, darf durchstarten. Die Taufe findet am Samstag, 13. August, statt.

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