Zuchtschau mit toller Geräuschkulisse

Motivation für treue Vierbeiner

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Große Aufregung beim Ortsverein für deutsche Schäferhunde in Groß-Zimmern: Bei der diesjährigen Zuchtschau ging es für Hund und Herrn auch um die Zulassung für die Schäferhundezucht.

Groß-Zimmern - Mit Rufen, Trillerpfeifen, Quietscheenten oder Rasseln wurde auf der Anlage des Vereins für Schäferhunde der Ortsgruppe Groß-Zimmern Mitte eine tolle Geräuschkulisse entfacht. Von Ursula Friedrich 

Schäferhundrüde Raven und Yvonne Schwarz.

Mit ungewöhnlichsten Mitteln versuchten Hundehalter ihre Tiere zu motivieren, die sich im Führring vor Richter Karl-Heinz Zygadto so vorteilhaft wie möglich präsentieren sollten. Dem Fachmann war der Trubel auf der Zuchtschau wohlvertraut. Dass Menschen für ihr Tier ein „bisschen verrückt spielen“ ist in Züchterkreisen normal. 70 Schäferhunde wurden bei der diesjährigen Zuchtschau vorgestellt – der Verein richtet diese Veranstaltung seit Jahrzehnten aus und begrüßt hier auch regelmäßig Gäste aus dem europäischen Ausland. Weltweit gehöre der Deutsche Schäferhund wegen seines ausgeglichenen Wesens und seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten (vom Wach-, Rettungs-, Asssitenz- und Begleitungs- bis hin zum Familienhund) nach wie vor zu den populärsten Rassen, so die Zimmerner Vereinsvorsitzende Helga Sachs. In Deutschland sei die Zahl der Welpen allerdings zurückgegangen.

Auch in Groß-Zimmern gibt es inzwischen nur noch acht bis neun Züchter. „Gezüchtet wird entweder auf Leistung oder Schönheit“, berichtete die Vereinsvorsitzende. Für Richter Zygadto spielten nicht nur Exterieur, Größe, Körperbau, Gebiss, Geschlecht und Fell eine Rolle, auch das Wesen jedes einzelnen Tieres wurde geprüft – und dabei zückten die Helfer auch mal den Revolver, dessen dröhnender Schuss über den Platz pfiff.

Für den gastgebenden Verein ging diesmal nur Raven von der Kreuzwiese an den Start. Der 14 Monate alte Rüde von Yvonne Schwarz zeigt bereits als engagierter Familienhund, dass er mehr möchte, als zu Hause herumzutollen. „Raven ist ein Arbeitshund“, so Schwarz, die ihn als Fährtenhund und im Schutzdienst ausbilden möchte. Claudia Pfeil hatte ihren Rüden Denver zu Hause gelassen. Genau genommen ist er Arbeitskollege und Angestellter des Landes Hessen. Denver begleitet die Polizeioberkommissarin täglich zur Arbeit und macht wie Frauchen seinen Job als Ordnungshüter. Sechs Diensthunde arbeiten auf der Polizeistation Dieburg und trainieren regelmäßig in Groß-Zimmern. Als Fan der Rasse Deutscher Schäferhund war ein Abstecher zur Zuchtschau für Oberkommissarin Pfeil unabdingbar, vielleicht tummelte sich ja bereits der neueKollege unter den quirligen Junghunden.

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