Ehemaliges Georgis Restaurant

Nach Ostern könnten Flüchtlinge einziehen

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Schlicht, aber sauber und angenehm ist die Einrichtung der Dreibettzimmer für Flüchtlinge.

Groß-Zimmern - In diesem Jahr muss die Gemeinde mindestens 66 Asylbewerber aufnehmen. Am Jahresende wohnten 66 Flüchtlinge im Ort, 32 von ihnen in vom Kreis angemieteten Wohnungen. Seit Januar wird am Umbau der einstigen Gaststätte „Georgi“ in der Bahnhofstraße gearbeitet. Von Gudrun Fritsch 

Das optimistisch gesteckte Ziel Willi Hartmanns, Betreiber der Flüchtlingsunterkunft, das Erdegeschoss bereits im April bezugsfertig zu haben, scheint erreicht. In den nächsten Tagen könnten die Ersten einziehen. Sehr intensiv wurde seit Jahresbeginn in dem Zimmerner Traditionshaus in der Bahnhofstraße gearbeitet.

Bei einer Diskussionsveranstaltung zu Jahresbeginn (wir haben berichtet) hatte Willi Hartmann, Betreiber der geplanten Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Restaurant „Georgi“, angekündigt, er wolle das Erdgeschoss bereits Anfang April bezugsfertig haben. Wahrscheinlich hat Hartmann sein kurzfristig gestecktes Ziel erreicht. „Wir sind zwar etwas in Verzug, aber am Donnerstag nach Ostern ist es voraussichtlich so weit“, berichtete er dem LA auf Nachfrage. Die Räume im Erdgeschoss wurden zu der Zeit noch eingerichtet. In die sechs Zimmer im Erdgeschoss könnten demnächst 18 Personen einziehen. Die Arbeiten im Obergeschoss werden weitergehen. Wenn alle Räume fertig sind, könnten bis zu 51 Menschen in dem Haus wohnen.

Am Prozedere der Zuweisung hat sich nichts geändert. In der Regel erfährt man dienstags, ob und wie viele Flüchtlinge ankommen werden. Der Donnerstag darauf ist dann Anreisetag. Die Neuen werden von der Gemeinde begrüßt und in die Unterkunft geführt. „Flüchtlinge sind in Groß- Zimmern herzlich willkommen!“, ist auf der Homepage der Gemeinde zu lesen. Das Thema ist nach wie vor von großer Bedeutung, denn voraussichtlich werden die Zahlen derer, die in Deutschland Asyl suchen, noch um einiges steigen. In der Angelgartenstraße soll eine zweite Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber entstehen, auch für diese Einrichtung käme Hartmann als Betreiber in Frage. Sie soll auf dem Gelände der Wohnungsgenossenschaft Darmstadt gegenüber der Feuerwehr entstehen. „Wir haben zwar noch keinen Pachtertrag, aber eine schriftliche Zusicherung“, sagte Bürgermeister Achim Grimm dem LA.

Er betont auch, dass man Sorgen und Befürchtungen der Anwohner ernst nehme. Um sie zu hören und über die geplanten Maßnahmen zu informieren lädt die Gemeinde zu einer Infoveranstaltung ein. Anwesend sein werden die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück, Bürgermeister Grimm, Investor Hartmann, Thomas Koch vom Flüchtlingsamt Darmstadt-Dieburg und Mitglieder des lokalen Arbeitskreises Flüchtlinge, die auch zukünftig engagiert bei der Betreuung der Ankommenden helfen wollen. Sie werden für einzelne Flüchtlinge oder Familien auch in Zukunft zuverlässige Ansprechpartner sein.

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