Närrische Viktorianer: Schrill, laut und sehr unterhaltsam

Klein-Zimmerner feiern im Vereinsheim

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Marcel Roßkopf sorgte mit seinem Auftritt (oben) für Stimmung. Martina Wieche im kleinen Schwarzen auf dem Bobby-Car.

Klein-Zimmern - Förmlich eröffnete die Viktoria ihre Fastnachtssitzung am Samstag im Vereinsheim. Im kleinen Schwarzen trat Moderatorin Martina Wieche an, ihr Kollege Waldemar Ort hatte sich in einen Anzug geworfen. Von Ulrike Bernauer

Den offiziellen Anstrich machten beide allerdings später wieder zunichte, als sie sich ein heißes Bobbycar-Rennen mit Musikunterlegung lieferten. Die Klein-Zimmerner, die am Samstagabend ins Vereinsheim gekommen waren, hatten einiges zu lachen. Aber nicht nur das Moderatorenpaar sorgte für Erheiterung. Sabine Hövelmann führte die Gäste auf die falsche Fährte mit ihrer Büttenrede: „Ich fing schon zeitig damit an, gelehrt hat’s mich ein jungen Mann. Ich kann’s von vorne, ich kann’s von hinten, ohne mich groß abzuschinden.“ So manchem machte eine Einladung zum Mitmachen Lust, das Gelächter war groß, als Hövelmann dann zum gemeinsamen Schwimmen einlud. Eine deutliche Vorliebe für seine Unterhose hatte Ludwig Sauerwein.

Die muss allerdings gebügelt sein, sonst bekommt der Herr Ausschlag, wie Gattin Gabriele verriet, die dann noch trocken anmerkte: „Die einen Männer haben Sex, die anderen bügeln“. Zumindest die Herren im Publikum konnten nun einiges lernen, vor allen Dingen wie eine Männerunterhose sachgerecht und natürlich faltenfrei geglättet wird. Wieche und Hövelmann verblüfften dann ihr Publikum. Ausgestattet mit einem Badekostüm und einem Schwimmreifen hatten sie das Matterhorn besucht und erheiterten die Narren mit Witzen. Auch für das Auge wurde einiges bei der Klein-Zimmerner Fastnacht geboten.

Die Chipettes, eine Tanzgruppe der jüngeren Mädchen, begeisterten mit zwei Darbietungen. Als Matrosen traten sie auf, aber auch als durchaus bunte Geister. Zum Michael-Jackson-Song „Thriller“ boten dann die älteren Mädchen zusammen mit einigen Herren eine gespenstische Vorstellung. Selbst der Rollator durfte bei diesen Geistern nicht fehlen. Für viel Furore sorgte Marcel Roßkopf, der erst ganz artig als Nicole „mit ein bisschen Frieden“ auf die Fastnachtsbühne kam. Die Verwandlung war perfekt, als sich der Playback-Sänger das Schlabberkleid vom Leib riss und mit knappem Röckchen statt Friedenslied „Hit me baby one more time“ ins Mikro schmetterte. Eine der Damen ließ es sich nicht nehmen, dem Multitalent einen Schein ins knappe Röckchen zu stecken.

Archivbilder

Fastnacht-Bilder zur DJK-Kostümsitzung in Münster

Später hatten die Narren dann noch Gelegenheit, selbst die Bühne zu erobern. Die Tanzlust war groß in Klein-Zimmern und so kamen die Gäste der Veranstaltung auch selber noch einmal ordentlich in Bewegung.

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