Brücke über die Straße ist im Genehmigungsverfahren

Neue Halle an der Waldstraße

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Hier wird gebaggert: Auf dem ehemals „forstfiskalischen“ Grundstück an der Waldstraße sind die Baumaschinen im Einsatz.

Groß-Zimmern - Vor kurzem sind die Baumaschinen dem ehemals „forstfiskalischen“ Grundstück an der Waldstraße zu Leibe gerückt. Inzwischen wurde bereits der Mutterboden abgetragen, ein Planum hergestellt und eine flache Mulde ausgegraben. Von Klaus Holdefehr 

Wenn alles nach Plan läuft, steht auf dem 7 000 Quadratmeter großen Gelände bis zum Sommer 2016 eine Lager- und Logistikhalle. Damit verschafft sich der Stoffhersteller Georg und Otto Friedrich, Groß-Zimmerns wichtigster Gewebesteuerzahler, zusätzliche Kapazitäten, die dringend benötigt werden, um die in manchen Bereichen führende Position auf dem Weltmarkt zu sichern und auszubauen.

Die Expansion gestaltete sich nicht einfach, da die Preisvorstellungen des Eigentümers Hessen Forst und des Groß-Zimmerner Unternehmens zunächst deutlich auseinander klafften. Man darf vermuten, dass Interventionen aus der lokalen Politik in Wiesbaden dazu geführt haben, dass der Landesbetrieb seine Preisvorstellungen nach unten korrigierte.

„Wir bauen auf dem Gelände eine reine Lager- und Logistikhalle“, erklärt Lothar Vorbeck, Manager des Textilbetriebs. Mithin wird die gesamte Produktion mit ihren mächtigen, komplexen Maschinen auf der angestammten Nordostseite der Waldstraße verbleiben, wo der Betrieb vor einigen Jahren bereits erheblich erweitert worden ist.

Das bedeutet aber auch, dass es Werksverkehr über die Waldstraße geben wird. Für den Personenverkehr und die technische Anbindung ist allerdings eine Brücke über die viel befahrene Straße zwischen Stammhaus und Neubau geplant. „Es ist uns wichtig, dass der Betrieb optisch als eine Einheit wahrgenommen wird“, sagt Vorbeck dazu.

Für Halle und Brücke gibt es gesonderte Bauanträge. Während der Bebauungsplan für die Halle bereits Rechtskraft hat, befindet sich derjenige für die Brücke noch im Verfahren. „Die Offenlage ist vor einer Woche abgeschlossen worden“, weiß Vorbeck zu berichten.

Der nächste Schritt wäre dann die Beschlussfassung der Gemeindevertretung über die Stellungnahmen zu etwaig eingegangenen Anregungen und Stellungnahmen sowie der Satzungsbeschluss. Das Kommunalparlament wird ohnehin am 2. Februar zu einer Sondersitzung zusammenkommen, in der möglichst ein weiterer Standort für eine dritte Flüchtlings-Sammelunterkunft festgelegt werden soll.

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