Nils heißt jetzt bei vielen Josef

+
Die jungen Schauspieler freuen sich bei ihrer Probe des Krippenspiels schon auf die Aufführung am Heiligen Abend. - Foto: Bernauer Die jungen Schauspieler freuen sich bei ihrer Probe des Krippenspiels schon auf die Aufführung am Heiligen Abend.

Groß-Zimmern - Nach dem ersten Durchgang gibt es Lob von Gemeindereferentin Jutta Moka. „Ihr habt alle den Text gut auswendig gelernt“, freut sie sich. Zur vorletzten Probe treffen sich die 13 Kinder, die an Heiligabend das Krippenspiel aufführen werden. Von Ulrike Bernauer 

Judith spielt in diesem Jahr die Maria. „Im letzten Jahr war ich der Wirt“, erzählt das Mädchen. Wirte gibt es in diesem Jahr gleich drei, einer davon ist Julian. Er ist mit einem Kochlöffel bewaffnet und ein Geschirrtuch hängt dekorativ aus seiner Hosentasche. Offensichtlich vermietet er nicht nur Zimmer, sondern steht auch hinter dem Herd. Nils spielt in diesem Jahr den Josef. „Ich wusste nicht was ich werden wollte und keines von den anderen Kindern wollte den Josef spielen, da habe ich es dann halt gemacht“, erzählt er. Zu Hause würden sie ihn öfter nerven, weil sie ihn jetzt nicht mehr mit seinem Namen „Nils“, sondern mit Josef anreden.

Nachdem alle Kinder ihre Kostüme anhaben, geht es dann los mit den Proben. Als erstes sieht man Maria und Josef, die sich auf den Weg nach Bethlehem machen und bei drei Wirten an die Türen klopfen, bis sie endlich eine Unterkunft haben.

Am heutigen Heiligenabend spielen neben den genannten Akteuren auch noch Hirten und Engel mit. Bei der Probe haben sie alle viel Spaß, auch wenn sie sich konzentrieren müssen. Dominik ist in diesem Jahr das erste Mal dabei. Seine Mutter, Alexandra Amberg, die bei den Proben hilft, erzählt, dass er das Krippenspiel im letzten Jahr gesehen hat. Prompt stand sein Entschluss fest, „im nächsten Jahr mache ich auch mit.“ Und heute probt er als Hirte. Mit fünf Jahren ist Engelchen Lara die Jüngste, Lena und Emilia sind hingegen mit zwölf Jahren die ältesten Darsteller beim Krippenspiel.

Kommentare