Konzert mit neuem Kircheninstrument

Orgeltöne verzaubern die Zuhörer

Jungfernkonzert in der katholischen St. Bartholomäuskirche: Jorin Sandau spielte vor vollem Haus auf der neuen Orgel. - Foto: Friedrich

Groß-Zimmern - „O, dass ich tausend Zungen hätte“, ist der Titel des Interzemezzos op80/10 von Max Reger. Intoniert wurde das Werk auf der neuen Orgel der St. Bartholomäus Gemeinde. Von Ursula Friedrich

Mit 1287 Pfeifen und 22 Registern hat auch das königliche Instrument auf der Empore ein gigantisches Klangspektrum. Dessen Vielfalt entlockte ihm Regionalkantor Jorin Sandau.

Für das Festkonzert am Tag der Einheit wählte der Organist eine abwechslungsreiche Bandbreite klassischer Werke. Musikalisch ging es vom 17. bis ins 20. Jahrhundert. Samuel Barbers (1910-81) „Chorale for a new Organ“ erklang ebenso wie eine Sonate von Felix Mendelssohn Bartholdy und natürlich, Impressionen aus dem Monumentalwerk Johann Sebastian Bachs.

Die schnellen Finger des Mannes auf der Orgelbank entlockten dem viel bestaunten Instrument vielerlei Klangfarben. Nicht nur das Spektrum hoher und tiefer Töne entlud sich in Ludwig Dollhopfs Variationen über ein Thema Joseph Haydns in einer musikalischen Eruption. Die Königin unter den Instrumenten vermag mühelos kleine Verwandte aus der Instrumentenschule zu kopieren, von der Posaune bis zur Game, Bassflöte und Klarinette. Das Konzert war ein Muss für alle Liebhaber der Orgelmusik. Für alle Neugierigen, die den neuen musikalischen Zauber des teuren Instruments erleben wollten. Es richtete sich aber primär an jene, die die 305 000 Euro-Anschaffung in der Pfarrgemeinde ermöglicht hatten.

Über 800 Spender hatte Helmut Kriha, Schatzmeister des Orgelfördervereins, auf einer Spenderliste erfasst. Mit vielen kleinen Einzelbeträgen hat es der Verein geschafft, die große Summe anzusparen. Über 50 Prozent der Orgelunterstützer waren mit kleinen Beträgen bis zehn Euro dabei, 32 Prozent gaben bis zu 50 Euro.

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