Osterhase kriegt kalte Füße

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Dario freute sich über die Ostereier, die er diesmal ganz ohne Suchen bekam. Henriette Keller (links) und Birgit Karnstedt hingegen waren froh, dass einige der Ostereier weggingen. - Foto: Bernauer Dario freute sich über die Ostereier, die er diesmal ganz ohne Suchen bekam. Henriette Keller (links) und Birgit Karnstedt hingegen waren froh, dass einige der Ostereier weggingen.

Groß-Zimmern - Ein Hase, einsam im Regen – nicht ganz. Zum ersten Mal seit 15 Jahren fiel die Eiersuche der einstigen Kinder- und Jugendlobby am Palmsonntag bei Dauerregen ins Wasser. Kein Osterschmuck, kein Hoppelhase, kein Kaffee und Kuchen im Kindergarten. Von Ulrike Bernauer 

Aber rund 25 Kinder und ihre Eltern ließen sich davon nicht beeindrucken. Nass aber glücklich konnten sie nach erfolgreicher Suche gut gefüllte Körbe mit nach Hause nehmen. Die vielen übrig gebliebenen Eier wurden anschließend an die Zimmerner Kindergärten verteilt. Am Sonntag hatte der Himmel seine Schleusen geöffnet. Während Werner Parsczinki von der ehemaligen Kinder und Jugendlobby am Vormittag auf telefonische Nachfrage noch mitteilte, dass die beliebte Ostereiersuche in der Kolping-Anlage stattfinden würde, weil sich um 15 Uhr gewiss ein Regenloch ergeben werde, beschlossen die Verantwortlichen dann doch, die Aktion erstmals komplett ausfallen zu lassen. „Der Osterhase hätte sonst ganz nasse Füsse bekommen“, sagte Henriette Keller, die mit Birgit Karnstedt vor dem Eingang der Kolping-Anlage in der Friedhofsstraße stand. Die beiden Frauen hatten die Kofferraumklappe ihres Fahrzeugs als eine Art Regendach geöffnet und waren so einigermaßen vor dem Unwetter geschützt. Davor hatten sie auf einem Biertisch eine ganze Palette mit bunten Eiern stehen. Denn die Eier, gut 1 000 waren es auch in diesem Jahr, hatten sie ja schon gekauft. Jetzt stellte sich die Frage, wohin damit. Glücklicherweise hatten sich viele Kinder vom Regen nicht beeindrucken lassen und kamen trotzdem zur Kolpinganlage. Darunter war auch Dario.

Der Sechsjährige durfte sein mitgebrachtes Körbchen einfach so, ohne Suche, mit Eiern füllen. Sandra Rauk war trotz des Bindfadenregens mit ihrer dreijährigen Tochter Enya gekommen. Während sich die Oma mit der Kleinen beschäftigte und sie so ablenkte, nahm Rauk einige Eier, huschte schnell in den Park und versteckte sie selber. So kam Enya doch noch in den Genuss der Suche und natürlich auch des Findens von bunten Ostereiern. Und die vielen übrigen Eier kamen zuletzt auch noch zu den Zimmerner Kindern, für die sie gedacht waren. Also: Ende gut, Eier lecker.

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