Nach vielen Jahren erstmals wieder Gäste aus Ponthierry

Partnerschaft wird endlich wiederbelebt

Groß-Zimmern - Zum Pfingstfest 1982 wurde die Verschwisterung mit St. Fargeau Ponthierry offiziell besiegelt. Die französische Kommune unweit von Paris ist die älteste Partnergemeinde Groß-Zimmerns.

Doch in den vergangenen Jahren verkümmerten die offiziellen Kontakte, die Freundschaft drohte einzuschlafen. Auf zimmerner Seite hatte sich das deutsch-französische Verschwisterungskomitee 2008 aufgelöst, nach ergebnislosen Versuchen, den Kontakt wieder zu intensivieren. Durch das Schweigen von französischer Seite drohten die Beziehungen ganz einzuschlafen. Nicht durch die Blume, sondern durch Kürbisse nimmt die Freundschaft nun wieder Fahrt auf. Eine herzliche Einladung zum bunten Bauernmarkt nach Groß-Zimmern zu kommen, der von Freitag (7.) bis Sonntag 9. Oktober stattfindet, wurde positiv beantwortet.

Ehrenbürgermeister Dieter Emig und Petra Herberg, bereits damals im Verschwisterungskomitee sehr aktiv, stecken voller Tatendrang und freuen sich darauf, bald eine elfköpfige Delegation aus Frankreich zu begrüßen. Fünf Vertreter des Comité de Jumelage aus St. Fargeau Ponthierry sowie offizielle Gäste, darunter auch der stellvertretende Bürgermeister Jean Francois Lemesle, werden erwartet.

Alte Freundschaften werden nun aufpoliert und in Privathäusern Gästezimmer hergerichtet. Weil die Liebe häufig durch den Magen geht, haben die Franzosen feine Weine und Käse aus ihrer Heimat im Gepäck, die auf dem Kürbismarkt serviert werden. Auch eine Gegeneinladung ist längst ausgesprochen, um die 35-jährige Rückverschwisterungsfeier 2017 in Frankreich zu feiern. Noch in der Schwebe ist allerdings, ob Ponthierry sich als fünfter Partner am EU-Projekt „Ressource Lebensmittel“ beteiligen wird.

Anlässlich des 16. Kürbismarktes 2015 hatten die Kommunen Kriva Palanka (Mazedonien), Ragnano sull’ Arno (Italien) und Virpar (Rumänien) sowie Groß-Zimmern das EU-Agraprojekt „Ressource Lebensmittel bi(o)lateral sinnvoll nutzen“ auf den Weg gebracht. Ziel 2016 ist es, das Erfolgsmodell über ein Netzwerk fortzuführen. Wird der EU-Antrag zur Netzwerkgründung positiv beschieden, stehen den Vertragspartnern rund 150.000 Euro an Fördergeldern zur Verfügung.

Am Samstagnachmittag (8.) treffen sich die offiziellen Vertreter aller Kommunen zu einem Arbeitsgespräch, um das im vergangenen Jahr mit EU-Geldern (5 000 Euro) geförderte Agrarprojekt fortzuführen. Der Zeitrahmen sieht vor, bis zum 1. März 2018 einen Antrag einzureichen und am 1. Juli mit der Veranstaltungsreihe zu beginnen.

Während in Rumänien bereits ökologische Schafzucht statt findet, in Zimmern Biokürbis und in Italien der nachhaltige Weinanbau betrieben werden, sollen die Inhalte des Antrags während des Kürbismarktes festgeklopft werden. Angestrebt sind unter anderem vier große Veranstaltungen in drei europäischen Ländern Um besser planen zu können wird um Anmeldung bis spätestens Mittwoch, 5. Oktober, unter wejwoda@gross-zimmern.de oder Tel.: 970246 gebeten. (ula)

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